Alfred Evert
Bruce DePalma -
Spinning Ball Experiments

Bedeutende Namen
In vorigen Kapiteln habe ich behauptet, dass rotierende Körper leichter gegen die Schwerkraft anzuheben sind als nicht-rotierende. Ich kannte dies von irgend woher und hatte ähnliche Phänomene und ihre Nutzung schon vor Jahren im Rahmen meiner Untersuchungen zu Rotorsystemen beschrieben, z.B. in Kapitel Fliegende Räder. Ein Leser machte mich nun darauf aufmerksam, dass der bedeutende Forscher Bruce DePalma entsprechende Experimente gemacht und die seltsamen Ergebnisse publiziert hatte.

Im Web ist umfangreiche Literatur zu DePalma zu finden. Er arbeitete unter anderem am MIT und stellte Forschungen zu N-Maschinen an, entwarf und baute einen ´Freie-Energie-Generator´ mit 100 kW Leistung - und starb unerwartet unter seltsamen Umständen. In späteren Ausarbeitungen werde ich diese Themen angehen, hier sollen zunächst aber nur seine Experimente zu Flugbahnen rotierender Körper diskutiert werden.

Wurf-Experimente
DePalma und seine Assistenten waren Experten für photographische Aufzeichnung sehr schneller Bewegungen. 1974 untersuchten sie die Wurfparabeln von Körpern, wozu sie Kugellager in die Höhe katapultierten. Die Kugellager wurden zuvor in Rotation versetzt und zu Vergleichszwecken auch ohne Rotation beobachtet. 1977 wurden die Versuche mit hoch präzisen Einrichtungen wiederholt und Bruce DePalma verfasste einen Artikel mit dem Titel ´Understanding the Dropping of the Spinning Ball Experiment´. Seine Verwunderung über die Ergebnisse kommt deutlich zum Ausdruck, beispielsweise in diesem Abschnitt:

Actually the experiment has two parts, the spinning ball going up, and the spinning ball falling. Since I would be rather thought a fool than misrepresent results of experiments I only attempted to analyze the portion of the experiment I thought I understood. Basically the spinning object going higher than the identical non-rotating control with the same initial velocity, and, then falling faster than the identical non-rotating control; present a dilemma which can only be resolved or understood -- on the basis of radically new concepts in physics -- concepts so radical that only the heretofore un-understood results of other experiments, (the elastic collision of a rotating and an identical non- rotating object, et al.), and new conceptions of physics growing out of the many discussions and correspondence pertaining to rotation, inertia, gravity, and motion in general. We should remember the pioneers in this field: Wolfe, Cox, Dean, Laithwaite, Rendle, Searle, Kümmel, DePalma & Delvers, to name but a few.

Im Web ist dazu dieses schöne Bild mit zwei parabelförmige Wurfbahnen zu finden. Bei der oberen ist gekennzeichnet, dass dieser Körper mit 27.000 rpm rotierte. Von dieser Bahn berichtet DePalma, dass die rotierenden Objekte schneller auf höhere Ebene flogen und auch schneller wieder abwärts fielen - und befürchtete als Lügner oder Dummkopf zu gelten mit der Verkündung dieser Aussage. Er vermutete sofort, dass damit völlig neue Sicht und Erklärung für Begriffe wie Trägheit, Gravitation und Bewegung generell notwendig würden.

Ich mag aber nicht glauben, dass dieses Bild ein Original zeigt. In der Aufwärtsphase ist beispielsweise nicht zu erkennen, welche Punkte zu welcher Bahn gehören. Die Koordinaten beschreiben Höhe und Weite des Wurfs, sinnvollerweise müssten dann die Punkte nach jeweils gleichem Zeitintervall abgebildet sein. In der Aufwärtsphase müssten die Distanzen zwischen den Punkten jeweils kleiner werden - aber sie sind unregelmäßig. In der Abwärtsphase müssten die Distanzen jeweils länger werden, besonders bei der rechten Bahn - was aber nicht eindeutig der Fall ist.

In diesem Bild links (im blauen Rahmen) habe ich die jeweiligen Punkte vor neutralem Hintergrund nochmals dargestellt. Aber auch daraus ergibt sich keine klarere Graphik. Aus Kommentaren im Web stammt die Graphik rechts im Bild (im gelben Rahmen) mit Darstellung der Relation Höhe / Zeit. Auch hier ist fraglich ob wirklich zutreffend, z.B. weil die rechte Kurve senkrecht endet, d.h. mit unendlicher Geschwindigkeit. Im Prinzip aber kann kein Zweifel an der Exaktheit dieser Experimente und seiner Ergebnisse bestehen - nur an Erklärungs-Experimenten dieses Phänomens.

DePalmas Erklärungsversuch
DePalma stellt zuerst Überlegungen zum Begriff der Zeit an. Jede Uhr basiert letztlich auf Schwingung, d.h. Bewegung, also Energie, also setzt DePalma Zeit gleich mit Energie (was für mich eine unzulässige Vermixung rein abstrakter Begriffe ist, siehe Einführung zur Äther-Physik). Er schreibt:

Time as a manifestation of a much deeper and basic force is what we have a concern for here. The point of connection I want to make is the inertia of objects relates to the time energy flowing through them. The rotational quanta drawn to a rotating body induce in that body a feeling of inertial anisotropy as well as increased inertial mass. ... The first indications of that came when we dropped our spinning ball experiment but we were unwilling to interpret the increase in energy of a spinning to a non-spinning object ... to some kind of energy principle we did not understand.

Einerseits sieht er also alle Trägheit als Ergebnis der Zeit-Energie, welcher den Körper bislang durchströmt hat. Andererseits verleiht Rotation einem Körper ein ´Gefühl´ nicht-gleichverteilter Trägheit sowie erhöhter Masse-Trägheit ... und er mag seinen Überlegungen doch nicht ganz trauen. Auf Grund anderer Experimente zur Kollision rotierender und nicht-rotierender Körper wiederholt er dennoch diese Überzeugung:

We can only conceive of the inertia of objects, or inertial mass to be exact, to be representative of the time energy created when the Universe was created. ... All the time in the world is summed up in the inertial mass of an object. How this relates to the spinning ball experiment is that the spinning of an object draws to it the quanta of inertial motion of rotation which are accumulated in the body of the flywheel and account for the altered inertial properties of the rotating object. These inertial quanta, Ro, draw the time energy to themselves in proportion to the number of them present in the flywheel at a given time.

Demnach sollen also rotierende Körper ihre veränderte Trägheit durch Einzug von Zeit-Energie erreichen ... und ich weiß nicht so ganz, ob er sich selbst oder gar andere damit überzeugen konnte. Klar stellt er dagegen fest, dass es keine Interaktion zwischen Rotation und Gravitation gibt:

The momentous fact is that there is no special interaction between rotation and gravity. The behavior of rotating objects is explained simply on the addition of free energy to whatever motion the rotating object is making. The spinning object goes higher and falls faster than the identical non-rotating control.

If we dispose of any special connection between rotation and gravity I like the understanding of inertia growing out of the statement of Rendle: "the immaterial medium of space itself is in motion."

Oder ist es also ´Freie Energie´, welche rotierende Objekte höher und schneller fliegen lässt - oder gibt es doch eine Beziehung Rotation / Gravitation, weil das ´nicht-materielle Medium des Raums´ selbst in Bewegung ist ... ich finde solche Erklärungsversuche - solch hochrangiger Wissenschaftler - wirklich fantastisch abstrakt und damit weit entfernt von jeglicher Realität. Viel näher liegend wären doch Erklärungen beispielsweise aus der Elastizität der Körper, die er in vielen anderen Experimenten erforschte.

Effekte der Startphase
Ich kann nicht verstehen warum man sich scheut, zuerst nach einfachen Erklärungen der mechanischen Abläufe zu suchen. Ein rotierender Körper hat kein ´feeling´ von unterschiedlicher Trägheit, sondern hat diese in Bezug auf eine einwirkende Kraft tatsächlich. Bild EV GM 247 zeigt schematisch den Prozess beim Start des Wurfes auf.

Bei A ist ein rotierender Körper dargestellt, der um seine Achse (RA) dreht (siehe Pfeile). Auf diesen wirkt nun von links-unten eine Beschleunigungskraft (BK) ein. Ich weiß nicht, ob bei vorigen Experimenten diese Kraft am Umfang des Körpers zur Wirkung kam (womit asymmetrische Spannungen im Material zustande kämen). Der Effekt würde neutraler zum Ausdruck kommen, wenn die Kraft direkt auf die Achse einwirkt.

In Bezug auf diese Beschleunigungskraft weist der Körper keine gleichförmige Trägheit auf. Beschleunigung entsprechend der Beschleunigungskraft findet nur auf die Masseanteile statt, welche momentan in Richtung der einwirkenden Kraft stehen oder nahe daneben. Dieser Streifen entlang der Wirkrichtung ist hier mittel-rot gekennzeichnet.

Die Masseanteile rechts befinden sich bereits in Aufwärtsbewegung und weisen relativ geringen Widerstand gegen die einwirkende Kraft auf. Diese Masseteile (hellrot) scheinen relativ ´leicht´ und sind damit leicht auf relativ hohe Geschwindigkeit zu beschleunigen. Die Masseanteile links (dunkelrot) weisen momentan Trägheit gegen die einwirkende Kraft auf, wirken relativ ´schwer´ und sind damit kaum in die neue Richtung zu beschleunigen.

Bei B ist die Situation des Körpers kurz nach Einwirken der Beschleunigungskraft dargestellt. Nicht alle Masseteile haben sich gleich weit in die Richtung der Beschleunigung bewegt. Nur ein nicht-rotierender Körper würde auf der Bahn (BN) entsprechend des einwirkenden Kraftvektors fliegen. Die Bahn des rotierenden Körpers (BR) weicht davon ab, weil die ´schwere Hälfte´ nur wenig vom ursprünglichen Ort weg bewegt wurde, die ´leichte Hälfte´ weit voran kam und dabei um vorigen ´Schwerpunkt´ herum nach links-vorwärts geschleudert wurde. Die davon fliegende leichte Masse zieht umgekehrt die schwere Masse hinter den neuen Ort der Rotorachse nach rechts-vorwärts.

In diesem Fall verliefe also die Bahn des rotierenden Körpers steiler nach oben als die des nicht-rotierenden Körpers. Wenn der Körper anfangs in entgegen gesetzter Richtung rotieren würde, würde die Bahn flacher starten. In jedem Fall aber hat die einwirkende Kraft zur Folge, dass sich Masseteile schneller vorwärts bewegen als andere und zudem die Rotation aller Masseteile um den jeweils neuen Ort der Achse beschleunigt wurde.

Der höhere Flug des rotierenden Körpers zeigt auf, dass er leichter anzuheben ist als ein vergleichbarer nicht-rotierender Körper. In der Startphase des Fluges wird nicht die gesamte Masse gleichförmig angehoben, vielmehr wird die ´leichte Hälfte über die schwere Hälfte nach oben gerollt´. Zugleich ergibt sich daraus erhöhte Drehung aller Massen um die eigene Achse des Körpers.

Dieser Start-Vorgang spielt eine wichtige Rolle bei vorigen Flug-Experimenten. Die Effekte treten aber nicht erst bei 27.000 rpm und impulsförmig angewandter Beschleunigungskraft auf, sondern z.B. auch bei langsam drehenden ´Bessler-Rädern´. Dort kommt es nicht darauf an, Masse vergleichsweise höher hinauf zu schießen, wohl aber kann rotierende Masse entsprechend leichter nach oben ´gewälzt´ werden.

Effekte der Flugphase
In der Flugphase sind die Effekte ebenso einfach zu erklären, ohne auf Begriffe wie ´Zeit-Energie´ oder ´immaterielles Raum-Medium´ zurück greifen zu müssen (wiewohl ich Trägheit und Gravitation durchaus als Erscheinungen des Äthers betrachte, diesen allerdings als vollkommen substanzielles Medium). Zur Erklärung der Vorgänge sind auch die einschlägigen Formeln nicht geeignet, weil z.B. ´Drehimpuls´ oder ´rot´ pauschalierend sind - während es auf die Beachtung einzelner Masseteile ankommt. Bild EV GM 248 dient als Basis einige grundsätzliche Überlegung hierzu.

Bei A ist ein Rad dargestellt, das um eine ortsfeste Rotorachse (RA) dreht (hier ausnahmsweise rechtsdrehend). In diesem gängigen Fall sind die Trägheitsmomente aller Massen (an gleichem Radius) gleich, alle zeigen in jeweils tangentiale Richtung (siehe Pfeile). Es treten bekannte Fliehkräfte auf, welche Spannung im Material verursachen bzw. durch ´Arbeit´ molekularer Kohäsion wird die ständige Umlenkung der Trägheitskräfte in Kreisbahnen bewerkstelligt.

Bei B ist ein Ring (rot) dargestellt, welcher auf einer Unterlage (blau) abrollt, von links nach rechts. Die jeweilige Masse ganz unten ist momentan in ortsfester Position, wird später als rückwärtige Masse angehoben, erreicht oben maximale Geschwindigkeit vorwärts, um vorn wieder nach unten-vorwärts auf den Boden gedrückt zu werden. Die Achse dieses Rads bewegt sich vorwärts mit einer Geschwindigkeit als Durchschnitt vom obigen Maximum plus unterem Stillstand.

Das Abbremsen der vorderen Massen führt nicht zum generellen Stillstand, weil der jeweilige Auflagepunkt als Drehpunkt einer Wippe wirkt, so dass rückwärtige Masse entsprechend beschleunigt wird. Solch ein Rad läuft eigentlich nicht rund, vielmehr wird vorn Vorwärtsbewegung durch die Auflage vernichtet und (umständlicher weise) hinten wieder generiert.

Sobald nun aber ein Rad von den ´Behinderungen´ einer ortsfesten Achse (wie bei A) oder einer Auflage (wie bei B) befreit ist, treten andere Effekte auf. Ich habe diese ausführlich beschrieben in oben genanntem Kapitel Fliegende Räder oder Räder auf bewegten Bahnen oder auch Ringrad-Motor und habe zur Nutzung dieser Effekte besonders den Kreuzrad-Motor vorgeschlagen.

Beim frei fliegenden Rad (bzw. Ring wie bei C skizziert) werden die Massen weiterhin durch Kohäsion des Materials zusammen gehalten und damit die Bewegungen der Teilmassen koordiniert. Anders als bei A tritt die Achse aber nicht mehr als Mittelpunkt bzw. als zwangsweiser Drehpunkt aller Bewegungen auf.

Anders als beim abrollenden Rad (wie bei B) ist nun auch nicht mehr eine ortsfeste Auflage gegeben, um welche herum Teilmassen zwangsweise schwenken müssen. Die Bewegungen aller Massen richten sich nun ausschließlich nach dem jeweiligen Verhältnis ihrer Trägheitskräfte.

Absolut dominant ist die Trägheitskraft der in Flugrichtung vorwärts fliegenden Teile am äußeren Rand des rotierenden Körpers. Diese Teilmassen (hier bei C oben) ziehen alle anderen hinter sich her. Natürlich besitzt jede Teilmasse weiterhin Trägheit mit einem Vektor, beispielsweise die Masse vorn quer zur Flugbahn. Diese Teilmasse wird aber nicht mehr gezwungen (durch den Auflagepunkt wie bei B), weiter nach unten oder gar rückwärts zu fliegen, sondern wird durch obige stärkere Trägheitskräfte nach vorm umgelenkt.

Entsprechend wird auch die hintere Masse zunehmend umgelenkt in Vorwärts-Richtung. Und auch die jeweilige Teilmasse unten muss nun nicht mehr zum kurzfristigen Stillstand im Raum kommen, sondern wird ebenfalls nach vorwärts wandern. Alle Teilmassen bewegen sich also mehr nach vorn, d.h. sie drehen damit weniger um die gemeinsame Achse.

Dieser Prozess der Transformation von Rotation in Translation (von Dreh- in Vorwärtsbewegung) ist bekannt. Beispielsweise wird dieser Effekt auch hinsichtlich Planeten für möglich oder wahrscheinlich gehalten. Allerdings weiß ich wiederum nicht, wer ´Entdecker´ dieser Erscheinung ist, noch habe ich versucht die formelhaften Beweise zu studieren - weil mir vorige simple Erklärung rein mechanischer Natur einleuchtend genug ist.

Effekt der Fall-Phase
DePalma stellt oben fest, dass bei Experimenten mit Spinning-Balls keine Relation zwischen Rotation und Gravitation besteht. Das ist nicht zutreffend, die Schwerkraft hat durchaus Einfluss auf den Flug rotierender Körper, besonders in der Abwärts-Phase.

Theoretisch - aus formelhafter Sicht - muss der Beschleunigung der Vorwärtsbewegung eine gleich große Verzögerung der Rotation entsprechen, kann also zunehmende kinetische Energie der Vorwärtsbewegung nur zu lasten von Drehmoment oder -impuls entstehen. Theoretisch müsste also die maximale Geschwindigkeit der vorwärts eilenden Massenteile reduziert werden, wenn die gegenüber befindlichen Teile nach vorwärts mit gezerrt und damit beschleunigt werden. Jedoch ist zu beachten, dass diese Masseteile damit nicht absolut beschleunigt werden, sondern lediglich ihre Bewegungsrichtungen zunehmend umgelenkt werden in Richtung des Fluges.

In der Abwärtsphase werden diese momentan aufwärts drehenden Teile aber auch schon durch Gravitation nach unten beschleunigt. Alle Massen, welche durch Drehung des Rings in eine Bewegung gegen die Schwerkraft einschwenken wollen, werden nach unten gedrückt. Es treten dabei wiederum Effekte auf analog zu obiger Startphase.

Die auf das System nun ´einwirkende Beschleunigungskraft´ ist die Trägheit der am schnellsten sich abwärts bewegenden Teilmassen. Bei momentan sich aufwärts bewegende Teilmassen wird deren Trägheit durch die Gewichtskraft reduziert, d.h. diese Teilmassen ´hängen relativ kräftefrei´ im Raum. Alle Teilmassen sind der Gravitation ausgesetzt, die ´Potentialdifferenz´ zwischen aufwärts und abwärts fliegenden Teile bleibt also konstant. Aber die dominante Abwärts-Trägheits- plus Gravitations-Kräfte wirkt nun nicht mehr gegen aufwärts gerichtete Kräfte, sondern (im Idealfall) kräftefreie Masseteile (mit null Widerstand gegen Beschleunigung). Gerade in der Abwärtsphase des Fluges rotierender Körper tritt also beschleunigte Vorwärtsbewegung auf (ohne dass diese rechnerisch exakt dem Verlust an Drehmoment entsprechen muss).

In dieser Fall-Phase gibt es kein einheitliches Drehmoment. Wie in vorigen Kapiteln schon beschrieben, kippt die Masse der abwärts drehenden Seite um einen Drehpunkt seitlich von der Rotorachse nach unten. Dieser Drehpunkt wandert ebenfalls ständig abwärts und er kann auch außerhalb des Rotors sein und alle Massen können sich nur noch abwärts bewegen. Aber nur bei anfänglicher Rotation ergibt sich dieses Kippen mit Beschleunigung von Masseteilen und damit erhöhter kinetische Energie (die sich erneuter Aufwärts-Drehung widersetzt). Rotation ist also nur Auslöser des Effekts, steht aber in keinem direkten (rechnerischen) Zusammenhang mit der auftretenden Beschleunigung.

Effekte der Landephase
Mehrfach führte DePalma aus, dass nach den unerwarteten Ergebnissen der Spinning-Ball-Experimente diese ´Freie Energie´ auch technisch nutzbar sein müsse - allerdings beschrieb er wiederum nicht den naheliegenden Lösungsansatz. Mein vergleichbarer Ansatz resultierte aus ´unglaublichen´ Behauptungen von Truckern, dass abgebrochene Räder ihrer Lastwagen in großen Sprüngen überholten. Das Ergebnis ist in oben genanntem Kapitel ´Kreuzrad-Motor´ dargestellt.

Der wesentliche Effekt tritt auf, wenn ein bislang frei fliegendes Rad wieder auf einer festen Unterlage landet, wie in vorigem Bild bei D schematisch dargestellt ist. Während des freien Fluges wird Rotation zwangsläufig in Translation überführt, d.h. das Rad fliegt schneller vorwärts. Wenn nun aber das Rad wieder auf festen Untergrund trifft, wird Masse unten abgestoppt und die Vorwärtsbewegung einer Teilmasse verzögert. Schon allein nach den Regeln der Energie-Erhaltung wird die Rotation des Rads um seine eigene Achse entsprechend beschleunigt, d.h. voriger Prozess revidiert.

Die Unterlage übt eine verzögernde Kraft auf das Rad aus bzw. umgekehrt übt damit das Rad eine entsprechende Beschleunigungskraft (BK) auf die Unterlage aus. Auf einer festen Fahrbahn verpufft dieser Impuls. Wenn aber die Unterlage beweglich ist, wird sie beim Aufprall nach vorn gedrückt (in obigem Bild nach rechts).

Freie Energie ist als Neben-Effekt zu nutzen, wenn die Transformation von Rotations- in Translations-Bewegung eines frei fliegenden Körpers durch ´weiche Landung´ wieder umgekehrt wird, indem die hierfür notwendige Gegenkraft aus dem System abgezogen wird. Es ist klar, dass das Wieder-Einbringen einer Hemmung (der Auflage) zur Wieder-Herstellung des ursprünglichen Bewegungsmusters eine Kraft ausübt - und die Gegenkraft ist bei geschickter Organisation frei nutzbare Energie.

Ich möchte wieder einmal betonen, dass alle vorigen Prozesse nicht die Frage nach einer unbekannten Art zusätzlicher Energie aufwerfen. Es handelt sich immer nur um vollkommen simple mechanische Kraftwirkungen. Zusatz-Nutzen durch Auftreten zusätzlicher Kräfte ergibt sich nur aus der mehr oder weniger geschickten Organisation von Bewegungsabläufen.

Kreis-Prozesse
DePalma hatte durch seine Experimente (fastgar zufällig) erkannt, dass offensichtlich zusätzliche Kräfte auftreten, wenn rotierende Körper im ´Gravitationsfeld´ bewegt werden. Klar konnte er den ungewöhnlichen Zuwachs an Geschwindigkeit feststellen, allerdings hat er wohl die Veränderungen der Dreh-Geschwindigkeiten nicht beachtet. Es ist naheliegend die zusätzlich gewonnene kinetische Energie aus dem System abzuführen - allerdings sind dazu Katapulte wenig tauglich, zumal die bei der Landung auftretenden Kräfte nur schwer zu verwerten sind.

Die hier dargestellten Effekte zu den Spinning-Ball-Experimenten sind aber genauso in Kreis-Prozessen von Rotorsystemen zu organisieren, wie beispielsweise in obigem Kreuzrad-Motor beschrieben. Wenn zusätzlich die obigen Gravitations-Effekte mit einbezogen werden, ergeben sich ´Bessler-Räder´ - die lauffähig sind bei geschickter Organisation. In vorigen Kapiteln wurden entsprechend ´organisierte´ Räder vorgestellt. Basierend auf den hier zusätzlich dargestellten Erkenntnissen wird im nächsten Kapitel Gravitations-Motor mit Doppel-Gelenk ein nochmals ´runderer´ Lösungsansatz aufgezeigt - d.h. also eine nochmals bessere Organisation der auftretenden Kräfte vorgestellt.

Evert / 27.05.2006

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