Unwucht
Es ist kein Problem, ein drehendes Teil zu konstruieren - wohl aber diese ´Räder´ wirklich rund zum Laufen zu bringen bzw. zu halten. Unzählige Ingenieure und Techniker sind ständig damit beschäftigt, Unwucht zu vermeiden oder zu beseitigen. Sonst treten Kräfte auf bis hin zur Selbstzerstörung der Maschine. In jedem Fall gehen die Bewegungen der Unwucht in nicht zweckdienliche Richtung, reduzieren diese Kräfte also den Nutzen des Geräts.
Jeder Verbrennungsmotor z.B. ´schüttelt´ sich von Haus aus in alle Richtungen. Nur durch aufwändige Gegengewichte oder Ausgleichswellen mit exzentrischen Massen ist er ´ruhig zu stellen´. Diese zusätzlichen Massen kosten Kraftaufwand nur bei Beschleunigung und Verzögerung, bei konstanter Drehzahl aber nur die Reibungsverluste.
Die unerwünschten Vektoren wirksamer Kräfte werden durch diese Maßnahmen kompensiert. Jede Kraft kann durch zusätzliche Kräfte zu einer größeren oder kleineren Resultierenden mit praktisch beliebigem Vektor umgestaltet werden. Obiger Verbrennungsmotor könnte z.B. dazu gebracht werden, sich immer nach links neigen zu wollen.
Wenn dieser Verbrennungsmotor insgesamt auf einer (exzentrischen) Achse montiert wäre, würde er um diese links herum drehen. Da bei konstanter Drehzahl praktisch kein Kraftaufwand erforderlich ist, bräuchte man nicht den ganzen Motor, sondern nur die zur Erzeugung der gerichteten Unwucht-Resultierenden notwendigen Teile.
Bekannte Tatsache ist: ein ausgewuchtetes Rad in Drehung zu halten kosten keinen Aufwand, außer dem zur Überwindung von Reibung. Ein nicht-ausgewuchtetes Rad in Drehung zu halten kosten nur minimal mehr Aufwand, nur zur Überwindung der etwas erhöhten Reibung. Praktisch ohne Aufwand werden dabei aber (Flieh-) Kräfte erzeugt, kann Masse von wenigen Gramm wirken wie sonst nur tonnenschwere Masse.
Ring-Rad-Motor
Die Kräfte der Unwucht zerren an ihrer Achse in umlaufender Richtung. Man muss nun diese Achse ihrerseits um eine weitere Achse drehbar anlegen, oder diese auch nochmals um eine weitere Achse exzentrisch anordnen. Dann zerren die Unwuchtkräfte letztlich das System im Kreis herum - erzeugen praktisch kostenlos beliebiges Drehmoment.
Dieses Kornkreisbild wird ´Dreifacher Halbmond´ genannt. Dieses Motiv erschien in kurzen Abständen an verschiedenen Orten. Ich habe diese ´Konstruktions-Zeichnungen´ ausführlich analysiert in vielen Kapiteln meiner Website. Anstelle von Halbmonden kann man hier auch eine Achse und drei Ringe heraus lesen, jeweils aneinander anliegend, mit jeweils exzentrischer Achse - und oben geschilderte Funktion hinein interpretieren.
Die umfangreiche Analyse und die Konzeption dieser Unwucht-Maschine ist im Kapitel Ringrad-Motor dargestellt. Darüber hinaus sind natürlich viele Konstruktionen machbar, welche die Kräfte aus Unwucht in nutzbares Drehmoment verwandeln.
Wenn das Knowhow der Fachleute (zur Beseitigung von Unwucht) für diese Zielsetzung (des Nutzbar-Machens von Unwucht) zur Verfügung stünde, bestünde zweifelsfrei die ´Gefahr´ eines Motors mit weit höherem Wirkungsgrad als hundert Prozent, binnen kurzer Zeit.
Die Kunst der Konstruktion von rund laufenden Verbrennungsmotoren besteht darin, aus einer Vielzahl unsymmetrischer Kraftwirkungen eine möglichst perfekte Symmetrie aller Kräfte zu erzeugen. Es steht doch außer Frage, dass mit dieser Kunstfertigkeit auch genau das Gegenteil zu erreichen ist: mit einigen an sich symmetrischen Kraftwirkungen eine höchst zweckdienliche Asymmetrie der resultierenden Kraft, d.h. nutzbares Drehmoment zu erzeugen.
Es ist beispielsweise bekannt, dass die Asymmetrie des Erde-Mond-Systems von ganz entscheidender Bedeutung für uns ist. Darum könnte die Konzeption dieses Bewegungssystems weitere gute Hinweise auf zweckdienliche Lösungen geben.
Doppelstern-System
Erde plus Mond zusammen bilden ein Doppelstern-System. Beide Massen rotieren um einen gemeinsamen Drehpunkt, der exzentrisch ist zum Erdmittelpunkt. Die Erde dreht sich zusätzlich um ihre Erdachse. Die Erdoberfläche bewegt sich darum unterschiedlich schnell im Raum, auf der mond-zugewandten Seite langsamer, auf der mond-abgewandten Seite schneller.
Die Wassermassen der Ozeane nehmen an dieser Beschleunigung und Verzögerung nicht vollständig teil. Auf der mond-zugewandten Seite läuft die Flut als große Welle relativ zur Erde voraus. Auf der mond-abgewandten Seite bildet sich eine kleinere, weil relativ zur Erde rückläufige Welle. Es laufen also zwei Wellen um die Erde, als große Welle rasch vorwärts-schwappend und als kleine langsamer zurück-schwingend. Diese Bewegungen insgesamt bewirken einen ´Schub´ an den Küsten.
Dieses Wasserbewegungen sind bekannt, wenngleich nach offizieller Lehre noch immer (dennoch fälschlicherweise) die Anziehungskraft des Mondes für Ebbe und Flut ursächlich genannt werden.
Dieser Bewegungsablauf ist problemlos mechanisch abzubilden, z.B. mittels einer Konstruktion entsprechend zur folgenden Animation. Der gemeinsame Drehpunkt bildet die Systemachse, auf welcher ein Zahnrad (schwarz) drehbar montiert ist. Um die Systemachse ist ein ebenfalls drehbarer Rotorträger (grau) installiert, in welchem exzentrisch ein Rotor (grün) drehbar gelagert ist. Der Rotor ist innen als Zahnkranz ausgebildet, welcher in Eingriff mit vorigem Zahnrad steht. Wenn nun der Rotorträger um die Systemachse dreht und das Zahnrad nochmals schneller dreht, bildet der Rotor die Drehung der Erde analog zum Doppelstern-System ab.
Halb-Mond-Motor
Ich habe diese prinzipielle Konzeption als ´Mond-Getriebe´ bezeichnet und in diversen Konstruktionen angewandt, beispielsweise in dieser Animation. Hierbei ist ein ´Ozean´ (blau) abgebildet, allerdings innerhalb der ´Erdkruste´ (dunkelgrün). Die wirksame Masse dieses Meeres kann in einer Maschine natürlich auch aus festem Material bestehen.
Der ´Meeresboden´ ist exzentrisch angelegt, so dass sich ´Küsten´ ergeben. Durch Beschleunigung bzw. Verzögerung der Erdkruste schwappt die (Wasser-) Masse hin und her, kommt dabei nah zur Systemachse und entfernt sich davon wieder (hier nach jeweils einer Umdrehung, siehe Abstand schwarz-blau mit Maximum jeweils oben links).
Die kinetische Energie der wirksamen Masse bleibt dabei konstant, weil sie innen voraus eilt, außen aber zurück bleibt gegenüber der durchschnittlichen Winkelgeschwindigkeit. Die Masse drückt aber immer vorwärts-auswärts auf die schiefe Ebene der ´Küste´, beim der Einwärts- wie bei der Auswärts-Bewegung, d.h. es ist immer ein Drehmoment im Drehsinn des Systems gegeben.
Detailliert beschrieben ist das Mond-Getriebe z.B. im Kapitel Doppelstern-Motor. Dort sind zuerst ´Sonnenräder´ beschrieben - basierend auf vielen Kornkreisbildern mit diesem Motiv (die alle diverse ´Sicheln´ wie in obigem Bild aufweisen). Die hier dargestellte Bauform weist nur eine ´Halbmond-Sichel´ als wirksame Masse auf, darum als Halbmond-Motor bezeichnet. Dieses Prinzip kann darüber hinaus in unterschiedlichsten Versionen gebaut werden.
Feuerrad-Motor
Ebenso häufig und nicht weniger eindrucksvoll sind viele Kornkreisbilder mit dem Motiv des Feuerrads. Auch diese lassen sich leicht in Maschinen nachbilden mit einem Minimum an beweglichen Teilen. Auch dieser Motor ist im Kapitel Doppelstern-Motor (weiter unten) detailliert beschrieben. Das wesentliche Prinzip veranschaulicht die folgende Animation.
Im Zentrum steht wiederum obiges Mond-Getriebe mit einem zentralen Zahnrad (schwarz), drehbar um die Systemachse. Exzentrisch um die Systemachse wird wiederum der Rotor (grün) geführt. Außen am Rotor sind als wirksame Masse (blau) ´Speichen´ fest montiert, die nach hinten weisen.
Die Masse dreht damit einerseits um die Systemachse, andererseits um die Rotorachse. Die Masse wird beschleunigt und verzögert, nach außen und wieder nach innen geführt (hier jeweils während einer Umdrehung). Die Masse wird dabei beschleunigt auf auswärts sich öffnender Spiralbahn, wobei relativ geringe Fliehkraft auftritt. Die Masse wird verzögert auf einwärts und sich verengender Spiralbahn - und widersetzt sich dieser Bewegung mit größerer Kraft.
Die Masse an den rückwärts weisendem Hebelarm bewegt sich anders als der zugehörige Befestigungspunkt. Die vorigen Kräfte wirken radial zur Rotorachse, ihre Differenz wirkt aber am Hebelarm zwischen Rotor- und Systemachse. Damit wird der Rotor um die Systemachse gezogen und es ergibt sich nutzbares Drehmoment.
Es sind somit die Effekte des Hinaus-Schleuderns und Herein-Zwingens gegeben, mit asymmetrischer resultierender Kraft, an versetzten Hebelarmen wirkend, zudem exzentrisch rotierend an wirksamem Hebelarm um die Systemachse.
Die Bewegungsabläufe und Kraftwirkungen sind gewiss nicht einfach zu erfassen. Aber es ist schon auf den ersten Blick zu erkennen, dass diese Konstruktion ebenso ´schön´ wie einfach ist - und das sind stets Merkmale einer effektiven Lösung. Allein schon das ´Standbild´ von Kornkreis-Feuerrädern wirkt ´unwirklich´ dynamisch.
Bei den in diesem Kapitel dargestellten Beispielen von Rotorsystemen wurde also das bekannte Bewegungsmuster von Erde plus Mond nachgebildet - aus welcher sich ´kostenlos´ die Bewegung der Meere ergibt. Es steht außer Frage, dass diese Wellen mit ´Schubkraft´ an die jeweiligen Küsten auftreffen (und auch beim Zurück-Gleiten auf schiefer Ebene noch Schub erzeugen). Dieser antreibende Effekt kann leicht in einem Motor nachgebildet werden.
Obige Vorschläge zu wirksamen Rotorsystemen basieren andererseits auf dem ´Mysterium´ von Kornkreisen bzw. einigen der dort bevorzugten Motive. Viele Kornkreise sind ganz sicher Fälschungen, aber einige sind genauso gewiss echt und damit nicht ´von dieser Welt´. Das ist ein wirkliches physikalisches Phänomen - und darum müssen Entstehung und Aussagen ernsthaft untersucht werden. Ich habe versucht, hinsichtlich ihrer möglichen Bedeutung als Konstruktions-Vorlagen zur Nutzung Freier Energie beizutragen.
Die im vorigen Kapitel Fliegende Räder und hier aufgeführten Ansätze halte ich für ausreichend, dass Fachleute daraus wirklich lauffähige Maschinen entwickeln könnten. Im folgenden Kapitel Saubere Mechanik sind nur abschließend noch einige Aspekte erwähnt.
Evert / 23.02.2004