Alfred Evert
Zu Besuch bei Bessler

Vorgeschichte
Bereits im Sommer 2001 hatte Manfred Jelinski einige Remote-Viewing Sitzungen zum Thema Bessler-Rad organisiert und ich habe darüber berichtet im Kapitel Remote Viewing. Wer dieses Kapitel nicht kennt oder nicht mehr in Erinnerung hat, sollte es zweckmäßigerweise zuerst studieren.

Zu Bessler habe ich Überlegungen in vielen Kapiteln angestellt, am besten zu finden über Index / Sitemap oder in der zeitlichen Abfolge der News@Evert. Man kann sehr viele andere Webseiten zum selbstlaufenden Rad des Karl Elias Bessler alias Orffyreus (1680-1745) finden.

Zur Technik des Remote Viewing (RV) findet man einen Link in meinen Externen Links und ich kann nur empfehlen, beispielsweise die neuen Bücher von Manfred Jelinski oder Frank Köstler zu lesen.

RV-Technik
Hier will ich nur ´einen´ Satz zur RV-Technik bringen: ein Organisator schreibt eine Frage auf einen Zettel, legt diesen in einen Briefumschlag, notiert darauf ein paar Ziffern. Ein Monitor nennt einem Viewer nur diese ´Koordinaten´ und führt nach bestimmter Vorgehensweise durch die Sitzung. Der Viewer begibt sich in einen Zustand ähnlich eines Tagtraums. Sein Verstand wird mit Schreiben und Zeichnen beschäftigt, die Eindrücke aus dem Ziel kommen aber nur über Gefühle aller Sinnesorgane herüber. Es ist Aufgabe des Fragestellers, die übermittelten Informationen zu interpretieren.

Der Viewer selbst hat während der Sitzung keine ´verstandesmäßige´ Kenntnis vom Thema. Erst nach der Sitzung wird dem Monitor wie dem Viewer die Frage bekannt gegeben und wird darüber diskutiert. Der Viewer kann damit seine gefühlsmäßigen Eindrücke besser einordnen, dieser Feedback ist wichtig als Lerneffekt. Bei bekannten Zielen ist diese Kontrolle einfach - über Bessler´s Rad aber liegen bislang keine präzise Kenntnisse oder Nachbauten vor.

Jelinski berichtete mir, dass in einer solchen Nach-Besprechung der Viewer behauptete, dass sich im Rad nichts rund dreht - sondern ´kartoffel-förmig´.

Nun habe ich Tausende Kurven gezeichnet und untersucht, in meiner Fluid-Technologie, bei Rotor-Systemen und bei der Analyse von Kornkreis-Bildern, habe viele Schleifen-Bahnen und Apfel-Kurven ´erfunden´ - aber niemals eine Kartoffelbahn gefunden. Jeder Techniker wird ´leichte Zweifel´ am technischen Verständnis dieses Viewers hegen, wie ich - bis sich diese Kartoffel-Bahnen aus obigem Kapitel Fallen im Rad auf meinem Bildschirm ergaben.

Darauf hin studierte ich noch einmal die rund 50 Seiten der Protokolle obiger RV-Sitzungen, um nach anderem ´Ungereimtem´ bzw. bislang nicht berücksichtigten Aussagen zu suchen. Wörtliche Zitate aus den Unterlagen der Viewer sind im Folgenden unterstrichen dargestellt (diese Textstellen sind also keine Links).

Zur Erinnerung: die Viewer schreiben meist nicht in ganzen Sätzen, sondern halten die rasche Folge von Eindrücken per Aufzählungen fest, inklusive Schreibfehlern - eben weil der Verstand nicht mit-denken, sondern nur den ´Tagtraum´ kritiklos mit-schreiben soll. Die Viewer ´fliegen´ im Zielgebiet herum, darum zeigen Zeichnungen oft seltsame Perspektiven. In diesem Sinne sind wörtliche Zitate und Zeichnungen zu werten.

Ich habe oben im Kapitel Mechanismen die diversen Ätherbewegungen als Basis der Schwerkraft, der Beschleunigung wie der Trägheit beschrieben (weil ich das Verständnis des Wesens dieser Erscheinungen für wichtig halte, um wirklich ´naturgerechte´ Technik entwickeln zu können).

Bewegungsimpulse in Flaschen
In der Sprache der Viewer lesen sich diese Erscheinungen bzw. deren Nutzung in diesem Rad etwas anders. Ein Viewer beschreibt die Maschine so: viele Rohre und Verbindungen, schlüpfrig, exakt, sind mehrere, klappern, gebogene Spitze, Abschlußteil, lanzenförmig.

Dabei zeichnet er beispielsweise dieses Bild seines Abschlußteil rundlich: aus einer Umhüllung fällt etwas heraus. Daneben sind Teile B und A, die Verbindung herstellen. Zum Bewegungsablauf nennt er: Freier Fall, Vorsprung, gebogen fallend, spiralig, nach unten enger werdend, verläuft sich, besser richten, aufwärts scharf steigend, Richtungswechel, sehr gezielt, scharf begrenzt, zackig.

Schwierig zu interpretieren: kurze chaotische Phase, Ordnung durch Impuls eventuell durch Veränderung durch Kontakt zum Teil, blitzschnell, durchfallendes Licht? Teil B kommt nach Teil A, weil A nur bestimmte Zeit Kontakt halten kann.

Seine Zusammenfassung ist ´phantasievoll´: Teil A kommt regelmäßig durch Umdrehung vorbei und ermöglicht das Durchfallen der gelben Teilchen oder anderer Teilchen (die gelben Teilchen erinnern an Bewegungsimpulse). Das ganze erinnert an eine Flaschenbefüllanlage, wobei die Flaschen unten geöffnet sind und etwas hindurch lassen. Dieser Vorgang ist blitzschnell. Das Ganze findet im Rad statt, Impulse fallen schnell ins Innere des Rads, werden dabei extrem schnell und erzielen einen Nebeneffekt. Die Teile fallen auf eine Treppe und werden dabei kleiner (verlieren Energie?). Das was dabei weniger wird, sammelt sich dann zu neuen Teilen und der Vorgang fängt wieder an.

Gelbe Teilchen - wie Licht? Nach meinen Überlegungen werden der universellen Ätherbewegung diverse zusätzliche Bewegungen aufgeprägt - die eine Art Aufprägung ergibt Gravitationsdruck, eine andere ergibt Licht, viele andere ergeben viele andere Erscheinungen. Hier wird etwas mehr durch Bewegungsimpulse und wieder weniger - und der Rest-Ätherwirbel sammelt sich im Aufwärts. Für mich ist phänomenal, wie Viewer diese physikalische Vorgänge beschreiben bzw. in Bilder umsetzen.

Gebogene Zeit
Auch ein anderer Viewer beschreibt die Energie als mit der Luft/Höhe Verbundenes, ´wie Wind schwebt und gleitet´, sekundenschnell (Realzeit), wie in Zeitlupe für mich (andere Zeit) und von oben kommende Bewegung mit ansonsten Kreisbewegung, kann auch durch Stein.

Er beschreibt wieder die Fallbewegung links, von oben, stop, was ´Luftiges´, schräg eintauchend.. Und nochmals: von oben kommende Bewegung mit anschließender Kreisbewegung, es sei aber nicht herunterfallend, vielmehr eintauchend, etwas Weiches, das nicht wie Steinboden, harte Erde sei. Und nochmals: etwas Rundes, es setzt sich, als ob nichts wiegt.

Ein dritter Viewer sieht eine Steuerung, groß wie Fernseher, aus verschiedenen Teilen zusammen gesetzt, steuert Öffnungsmechanismus, läßt rein und raus. Er beschreibt ein Pulsieren, will eigentlich nach draussen, so als wenn es ran geholt wird, und wieder verschiebt, es gibt dadurch Massezuwachs.

Dieser Bewegungsablauf wiederholt sich beim nächsten Viewer: am Anfang zögerlich + gebremst, dann Beschleunigung, Bewegung nach unten, geht schnell vorwärts dann langsam rückwärts, wie Zeitlupe und er betont das ist wichtig! und noch einmal wenn bestimmter Punkt erreicht ist, läuft Zeit wie in Zeitlupe rückwärts, also gedehnt/gebogen, ist entscheidender Faktor, ohne die gebogene Zeit ist Vorhaben nicht möglich.

Bleibt nur die Frage, was gebogen oder gedehnt ist, die Zeit oder die Bewegungsbahn. Die Bewegung könnte aber auch viel langsamer sein, als man erwartet, somit wie in Zeitlupe erscheinen. Mehrfach betont er, das sei wichtig und entscheidend.

Sterne und Strahlen
Ein Viewer hält fest, dass er momentan leicht k.o. sei und keine Ahnung hat, um dann dieses Bild zu zeichnen wie Stein, zackig, wie sternförmig, das er brummen hört.

Sein Verstand erinnert ihn an Baguette in der Form, nur glatter und schöner poliert, das Ding diene u.a. zur Kraftübertragung mit kleinen Teilen, Zahnrad und letztlich merkt er an, bewegt sich noch immer, komischerweise.

Mit diesem zackigen Stein-Stern konnte ich damals nichts anfangen, ebenso wenig wie ich die Aussagen des nächsten Viewers nicht folgen wollte (weil ich vorwiegend in Rädern und runden Abläufen die Antwort suchte).

Dabei scheint dieser Viewer nahe am Ziel zu sein und erkennt mit großer Sicherheit, es gäbe mehrere Teile, die sich verschieben. Er beschreibt versetzte Hin- / Her-Bewegung in einem Bereich der konzentrisch angeordnet ist und zeichnet sieben quadratische Blöcke von 5-6 cm mit radialen Ein- und Auswärtsbewegungen.

Unten rechts zeichnet auch er wieder einen einrollenden Kreis, wo es eng, zusammen, dicht ist. Er konzentriert sich also auf die zentralen Teile: befinde mich im Innern, das Äußere kann ich nicht sehen.

Kaffeesatzlesen
Ich habe großes Verständnis, wenn Leser diese Texte als wirres Gestammel bezeichnen und Versuche zur deren Interpretation als reines Kaffeesatzlesen erachten. Andere Leser mögen in obigen Aussagen durchaus Parallelen zu vorigen Kapitel erkannt haben.

Auch ich hatte früher nichts am Hut mit Remote Viewing - aber die Sache ist nicht einfach ins Reich der Märchen und Mythen zu stellen. Dafür haben Remote Viewer schon zu viele klare Beweise zutreffender Erkenntnisse vorgelegt.

Für mich ist eindrucksvoll bzw. macht nachdenklich, dass die Viewer sogar behaupten, die Gravitation ´in Zeitlupe´ sehen zu können. Lustig ist die Analogie (bzw. wie könnte man deutlicher das Anschwellen und Abklingen des bewegten Ätherwirbel-Volumens eines Körpers beschreiben): die Flasche wird aufgefüllt, Stop, unten fließt es raus, mit Nebeneffekt, der Rest berappelt sich, bewegt sich langsam wieder aufwärts.

Wie schwierig solche Abläufe zu erkennen sind, mag diese Animation verdeutlichen. Wer kann hier deutlich (ohne technische Hilfsmittel) erkennen, was sich wie warum bewegt und wer mag (ohne rationales Nachdenken) diese Abläufe exakt beschreiben? So ähnlich sahen die Viewer das Bessler-Rad, durch den ´Vorhang´ der Zeit wie durch den Vorhang der Verkleidung hindurch, wobei das Rad vermutlichz nicht nur diesen einen Modul enthielt.

Wenn diese Aussagen aber wahr sind, wenn Remote Viewing funktioniert (und oftmals wurde höchst eindrücklich belegt, dass es funktioniert), dann sind die Konsequenzen weitreichend. Im Äther (oder morphischen Feld bzw. bei RV als ´Matrix´ bezeichnet) spielen sich dann nicht nur alle aktuellen Erscheinungen und Ereignisse ab, sie hinterlassen darin auch Spuren, die bei entsprechender Fokussierung nach Jahrhunderten noch immer erkennbar sind. Alles hängt mit allem in diesem einen Medium unmittelbar zusammen - und nichts bleibt letztlich verborgen. Wenn diese Einsicht geistiges Allgemeingut würde, ergäben sich gravierende Konsequenzen.

Neue Aspekte
Es ist nicht möglich, dass Viewer die technischen Teile mit kritischem Verstand und sachlich nüchtern beschreiben. Der Verstand hat keinen Zugriff auf diese Informationen. Nur Sinneseindrücke wie Fühlen, Riechen, Schmecken kommen herüber, selbst die Gefühle der Personen im Zielgebiet. Natürlich ´sehen´ die Viewer, aber eben nicht mit kaltem Verstand, sondern eher als ein Schauen. Die Viewer hören auch, aber eher als ein Lauschen. Um so erstaunlicher ist, dass manche ganz klar technische Abläufe und Teile und auch die beabsichtigten Funktionen beschreiben können.

In diesen wenigen Sitzungen zu Bessler reden alle Viewer von raschem Fallen und abruptem Stop, von etwas Weichem, das zugleich hart sein, von Kreisbahn und Eintauchen, von Richtungsänderung und erneutem Aufsteigen. Alle betonen, dass es dabei langsam, geradezu beruhigend vor sich ginge.

Die neuerliche Durchsicht dieser RV-Protokolle ergaben für mich die Bestätigung des ´Massezuwachses´ bei Beschleunigung von Körpern. Neu war für mich, dass praktisch keiner von ´runden Rädern´ und runden Bewegungsbahnen sprach - während ich die Lösung vorwiegend im Rollen von Rädern in Rädern oder auf runden Bahnen suchte.

Ich hatte bislang auch vermieden, gleitende Lager oder Gleit-Gelenke zu verwenden, weil sie mir technisch zu aufwendig erschienen. ´Kartoffelbahnen´ aber werden dem freien Fallen im Rad besser gerecht, und diese erfordern zumindest teilweise gleitende Lager.

Diese Bewegungsformen kommen zustande, wenn diverse Hebel in unterschiedlicher Stellung zueinander kommen. Dann entsteht auch der Eindruck von sternförmiger Anordnung. In den Konstrukten der vorigen Kapitel ist dieses Hin-/Her-Gleiten (von Gelenken) und der sternförmigen Anordnung (von Dreieck bildenden Hebelsystemen) integriert (bzw. führte zu dieser erneuten Durchsicht der RV-Unterlagen).

Zusätzliche Aspekte
Nicht beachtet hatte ich bislang dieses seltsame Etwas, das weich und zugleich hart sein soll, ähnlich aber doch nicht gleich Erde, in welches Teile ´eintauchen´, nach der Phase freien Fallens. Darauf konnte ich mir keinen Reim machen.

Als Bier noch mit Pferdewagen ausgeliefert wurde, verwendete man Säcke aus Leder, mit Sand gefüllt, um darauf die Bierfässer herunter fallen zu lassen. Hatte Bessler solche Sandsäcke installiert, um die wirksame Masse in einer bestimmten Lage ´eintauchen´ zu lassen?

Nicht beachtet hatte ich bislang dieses runde ´Abschlussteil´, in Zusammenhang mit zwei hebelförmigen Teilen (als Teil A und B beschrieben), beide ähnlich und ´veränderlich´, einander folgend, in zeitlich wiederkehrender Folge.

Ein vorderer und ein hinterer Hebel tritt bei den Konstrukten der vorigen Kapitel auf, wobei die wirksame Masse direkt am Ende beider Hebel geführt wird. Muss dort ein zusätzliches Abschlussteil integriert werden, das zusätzliche Freiheitsgrade erlaubt?

Die Viewer sahen unten rechts einen entscheidenden Wandel im Bewegungsablauf, beschreiben dort `Hitze´ (gleich Energie-Umsetzung), machen Zeichnungen mit einrollenden Bewegungen, dass dort etwas eng zusammen kommt. Also müsste voriges Abschlussteil dort eine Wandlung erfahren bzw. andersartige Bewegungen durchführen.

In den vorigen Kapiteln habe ich untersucht, wie schnell sich ein Rad drehen muss, damit Masse an welchem Radius, innerhalb des Rads, die parabelförmige Kurve freien Fallens ausführen kann. Von freiem Fall reden auch alle Viewer, aber andererseits betonen alle das Zeitlupenhafte der Bewegungsabläufe (gedehnte Zeit). Ein Viewer nannte diese ´unwirklich´ langsame Bewegung den entscheidend wichtigen Faktor.

In Zeitlupe
Bessler hatte z.B. in 1714 ein selbstlaufendes Rad gebaut mit einem Durchmesser von 180 cm, das etwa 26 Umdrehungen je Minute ausführte. Bei 25 Umdrehungen je Minute würde eine Umdrehung 2.4 Sekunden dauern.

Binnen zwölf Zehntel Sekunden (halbe Umdrehung dieses Rads) fällt eine Masse sieben Meter tief, binnen sechs Zehntel Sekunden (einer Viertel Umdrehung) noch immer 176 cm tief. Dies bedeutet, dass in diesem Rad nicht der Aufbau einer maximalen kinetischen Energie und die Nutzung dieses Impulses aus freiem Fallen genutzt wurde - dieses Rad vielmehr nur aufgrund statischen Ungleichgewichts von Massen an unterschiedlichen langen Hebelarmen arbeiten konnte.

Die Phase relativ freien Fallens kann nur der Verlagerung von Masse auf einen größeren Radius gedient haben. Im übrigen aber muss das Drehen viel langsamer sein, als sich aus freiem Fallen ergäbe. Tatsächlich sind in praktisch allen Zeichnungen zu Bessler-Rädern solche ´Verzögerungsteile´ dargestellt, z.B. als Hammerwerk oder träges Pendel. Dieses Rad erfordert einen anfänglichen Anstoß, danach aber muss Last anliegen, um das Rad in einem wirksamen Drehzahlbereich zu halten.

Unter diesen neuen Prämissen soll im folgenden Kapitel versucht werden, das Original Bessler-Rad zu konzipieren, als ein ´beruhigend´ langsam drehendes Rad.

Evert / 15.11.2003

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