Als ich vorigen Elektrostatik-Stromgenerator in meine Homepage eingestellt hatte, wies mich Adolf Schneider auf ähnliche Ansätze hin. Im NET-Journal (siehe Externe Links, NET-Journal berichtete er (unter vielem anderem) über solche Maschinen, z.B. mit folgendem Artikel.
Auszug aus NET-Journal Nr. 7 , 2002, Heft Nr. 11/12, S. 45-46
Der aus Idaho Falls/ID, USA, stammende Erfinder William W. Hyde hat am 30.1.1990 ein Patent auf einen elektrostatischen Generator erhalten, bei dem mit einem Minimum an mechanischer Energie elektrische Energie aus dem statischen Feld abgeleitet wird.
Die elektrischen Felder zwischen den Elektroden des Generators, die aus einem Paar gegenüberliegender Ständer bestehen, werden nach externer Aufladung zyklisch von rotierenden Abschirm-Segmenten senkrecht zur Feldrichtung unterbrochen. Hierdurch entsteht ein hochgespanntes elektrostatisches Wechselfeld, das über einen Ausgangsstromkreis in eine niedrige Spannung transformiert und gleichgerichtet und in einen Verbraucher mit entsprechend verstärktem Strom geleitet wird.
Der Verbraucher kann zum Beispiel eine ohmsche Last sein (Heizwiderstand, Lampe usw.) oder ein Energiespeicher (Batterie), der elektrische Energie zwischenspeichert und zur späteren Nutzung zur Verfügung stellt.
Wie aus praktischen Tests hervorgeht und theoretisch zu vermuten ist, hat ein solcher Generator keine merkliche Rückwirkung auf den mechanischen Antrieb, wenn elektrische Leistung entnommen wird. Die erzeugte Energie muss daher zum grössten Teil aus dem Umgebungsfeld bzw. aus dem Quantenfeld ausgekoppelt werden.
Auf einem solchen oder ähnlichen Verfahren basiert möglicherweise der Tilley-Generator, wie er ab S. 4ff. im NET-Journal Nr. 7, 2002, Heft Nr. 11/12, diskutiert wird. Im zweiten Teil dieser Übersicht werden noch ein paar weitere Patente von anderen Erfindern vorgestellt, die ähnliche Konzepte entwickelt und patentiert haben.
Grundaufbau
Im wesentlichen ist der Hyde-Generator(1) aus internen Statorscheiben aufgebaut, die segmentierte Oberflächen aufweisen, welche von einem Material hoher Dielektrizitätskonstante unterbrochen sind, und Ladungen einschliessen, die auf ihnen durch elektrisches Felder induziert werden, die über aussen angebrachte Elektroden aufrechterhalten werden.
In dem zwischen den äusseren Feldplatten und den inneren Statorscheiben aufgebauten Feldbereich befinden sich weiterhin segmentierte Rotorscheiben, die sich senkrecht zur Feldrichtung drehen können und die inneren Statoscheiben sektorenweise abschirmen. Damit lässt sich bei motorischer Drehung der Rotoren eine Variation der Ladungsbindungen erzeugen, das heisst, es entsteht ein elektrisches Wechselfeld, das ausgekoppelt werden kann.
Die Gesamtoberfläche der ladungstragenden Statorsegmente ist in einer Ausführung der Erfindung doppelt so gross wie die Gesamtoberfläche der gegenüberliegenden Segemente der Rotoren. Die Ladungen der Rotoren und Statoren sind über elektrische Verbindungen ausgeglichen, die mit Hilfe der Rotorwellen gebildet werden.
Arbeitsweise
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, schliesst das System ein Paar elektrostatischer Felder 12 und 14 ein, die durch elektrostatische Ladungen gegensätzlicher Polarität bedingt sind und den Elektrodenscheiben 16 und 18 von irgendeiner externen Energiequelle aufgeprägt werden. Es werden dann entsprechende Ladungen in den Statorscheiben 22 und 24 induziert.
Durch Drehung der segmentierten Rotoren 24 und 26 ergibt sich eine periodische Veränderung aufgrund der Verdrängung (Displacement) in den homogenen Energiefeldern 12 und 14. Der Ausgangsstromkreis 30 ist in Fig. 1 in vereinfachter Form dargestellt. Er umfasst zwei Paar gegensätzlich gepolte stromführende Dioden 32A, 32 B und 34 A, 34 B, die durch zwischengeschaltete Kondensatoren gleichstrommässig entkoppelt sind.
Elektrisch wechselnde Felder lassen sich durch diese Anordnung in die Lastwiderstände 36A und 36B auskoppeln, wobei die Spannung zwischen den Elektroden 20 und 22 reduziert und der Strom in den Lastwiderständen entsprechend erhöht wird. Über zusätzliche Dioden und Koppelkondensatoren kann die erzeugte elektrische Energie auch in Ladekondensatoren zwischengespeichert und in einer für den Ausgangskreis gewünschten Ausgangsspannung angeboten werden.
Energie-Effizienz
Da die Rotoren 24 und 26, welche ständig den elektrischen Energiefeldern 12 und 14 ausgesetzt sind, Kräfte senkrecht zum Feld-Fluss erfahren, werden sie bei Belastung des Ausgangskreises, also auch bei Energie-Entnahmen, in ihrer Bewegung nicht gehindert. Es muss daher nur mechanische Energie aufgewendet werden, um Reibungsverluste in den Lagern, Verluste durch Luftwiderstände, dielektrische und ohmsche Verluste sowie Ladungsverluste zu kompensieren.
Praktische Messungen zeigten, dass nur 10% der von solchen Generatoren gelieferten Leistung als Antriebsenergie zurückgeführt werden muss. Die Leistungszahl liegt daher in der Grössenordnung von 10:1 oder 1000%. Bei einem Prototyp hat sich gezeigt, dass im Betrieb relativ hohe interne Spannungen von etwa 300'000 Volt entstehen, weshalb die Generatoren sehr sorgfältig gebaut und geschirmt sein müssen. Die Ausgangsspannung ist natürlich je nach gewählter Elektronik wesentlich niedriger, wobei die Ausgangsströme entsprechend höher sind.
Die Eigenschaften des hier beschriebenen Generators sind durchaus vergleichbar mit den Leistungsdaten des Ladesystems von Carl. B. Tilley (siehe ab S. 4ff im NET-Journal Nr. 7 , 2002, Heft Nr. 11/12). Die Leistungsziffer wird zwar bei dem Tilley-Gerät nur mit 3:1 angegeben, kann aber wohl je nach Konstruktion und Betriebsweise vielleicht auch grösser sein. Insbesondere bei starker Belastung, also Auskopplung grosser elektrischer Leistung, erhöht sich offenbar die Leistungsziffer, weil ja die Grundverluste (Reibung etc.) relativ konstant bleiben.
Tilley betont speziell, dass die Abschirmung der Felder, beziehungsweise das hierfür gewählte Material, entscheidend für die Funktion bzw. Leistungsfähigkeit des Gerätes sein kann. Als optimal erweist sich für einen grossen Frequenzbereich - sowohl zur Abschirmung nach aussen als auch nach innen - das sogenannte ´AluLight´-Blech(2) von 8,5 mm Dicke.
Historie der elektrostatischen Generatoren
Hydes Patent basiert auf ähnlichen Prinzipien, wie sie schon Bowen(3) im Mai 1922 in de USA hat patentieren lassen. Auch dieser Erfinder liess einen segmentierten Rotor zwischen Statoren laufen, die über einen elektrostatischen Generator zu Beginn auf eine feste Spannung aufgeladen worden waren. Die erzeugte Wechselstromleistung wird nach seinem Vorschlag über einen Transformator ausgekoppelt, der die Hochspannung auf einer kleinere Spannung heruntertransformiert und so direkt Wechselstrom zur Verfügung stellt.
Der Erfinder Noël Felici(4) aus Frankreich hat 1950 ein weiteres System vorgestellt, das ähnlich wie ein magnetischer Dynamo in der Lage ist, von selbst anzulaufen. Dies erinnert an die historische Toepler-Maschine, welche ebenfalls einen Regenerator hatte, also mit einer Wimhurst-Elektrisier-Maschine gekoppelt war. Felicis Generator ist somit selbsterregend, wobei der Erfinder dafür gesorgt hat, dass die erzeugte elektrische Spannung stets die gleiche gewünschte Polarität hat.
1961 haben Le May und Drexel(5) ein Patent veröffentlicht, das in einer Ausführungsform ebenfalls segmentierte Rotoren beschreibt, jedoch eine variable Kapazität erzeugt. Während der Phase hoher Kapazität wird das System geladen, während es bei kleiner Kapazität entladen wird. Da die Spannung- und Stromphasen naturgemäss stark gegeneinander verschoben sind, gleicht der Erfinder den Phasenwinkel durch zusätzliche Induktivitäten aus und optimiert dadurch das System.
Derartige elektrostatische Induktionsmaschinen erreichen zwar eine hohe Effizienz, sind aber im allgemeinen relativ gross und wegen der hohen Spannungen auch unhandlich. Die Erfinder haben in ihrem Patent eine Anordnung vorgeschlagen, die eine Reihe von Vorteilen gegenüber früheren Konstruktionen aufweist.
In all den hier erwähnten Patenten wird kein Hinweis auf die Leistungsverhältnisse gegeben. Es wird stets davon ausgegangen, dass die mechanisch aufzuwendende Energie genau der abgeführten elektrischen Energie entspricht oder aufgrund der Verluste eher noch höher sein muss. Von einer höheren Effizienz ist nur beim Hyde-Patent die Rede, der diese Eigenschaften bei seiner Maschine offensichtlich selbst gemessen hat. Das Geheimnis liegt wohl darin verborgen, dass laut Hyde - anders als bei den oben zitierten Patenten - keine Änderung der Kapazität der Anordnung erfolgt. Wegen der fehlenden Rückwirkung wird hier offensichtlich Energie direkt aus dem elektrischen Potentialfeld via Kopplung an das Quantenätherfeld (Theorie von Bearden(6) bzw. Öesterle(7)) generiert.
Literatur:
1 Hyde, William W.: ”Electrostatic Energy Field Power Generating System”, US-Patent No. 4,897,592 (Jan. 30, 1990).
2 http://www.alulight.com/en/Electromagnetic%20Shielding
3 Bowen, William Spencer: Electrostatic Generator, US-Patent No. 1.415.779, May 9, 1922.
4 Felici, Noël: Electrostatic Machine, US-Patent No. 2,522,106, Sept. 12, 1950
5 Le May, Dan B./Drexel, Charles F.: Electrostatic Generator, US-Patent No. 3‘094,653, June 18, 1963
6 Bearden, Tom E.: Skalar-Technologie, Michaels-Verlag, 2002
7 Oesterle, Otto: Goldene Mitte: Unser einziger Ausweg, Universal Experten Verlag, 1997, S. 167 ff., erhältlich beim Jupiter-Verlag.
Hinweis zum Download des Hyde-Patentes:
1. Aufruf: http://de.espacenet.com/
2. Weiter unten anklicken: weltweit - 30 Millionen Dokumenten
3. Unter „Veröffentlichungsnummer“ eingeben: US4897592, dann „Enter-Taste“drücken
4. Angezeigte blaue unterstrichene Nummer anklicken
5. Erneut die blaue unterstrichene Nummer anklicken
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Vergleich
Einige Elemente der obigen Konzeptionen sind ähnlich angelegt wie beim vorigen Elektrostatik-Stromgenerator, aber es gibt auch wesentliche Unterschiede. Dort sind bereits wesentliche Unterschiede zu herkömmlichen Stromgeneratoren wie zu Induktionsmaschinen aufgeführt. Nachfolgend sind im Vergleich zu Hyde die speziellen Übereinstimmungen und Differenzen aufgelistet (H = Hyde, E = Elektrostatik-Stromgenerator).
| Konstruktives Element | Gleichartig | Unterschiedlich |
| Mechanischer Antrieb | keine merkliche Rückwirkung bei Entnahme elektrischer Energie, d.h. weniger Aufwand als Nutzen | H: angeblich 10 zu 1 (Tilley praktisch 3 zu 1 ?) E: vermutlich wie bei Hyde oder besser. |
| Abschirm-Segmente | Rotierend bei allen Systemen | H: zwischen Platten E: nur zur Abdeckung jeweils einer Platte |
| Elektrostatische Wechselfelder | H: zwischen Platten unterschiedlicher Ladung, Kondensator-Prinzip E: keine Wechselfelder, nur mehr oder weniger Ladung, nur negative Ladungen | |
| Hochspannung | H: 300.000 Volt, problematische Abschirmung E: nur pulsierende Ladungsverschiebung | |
| Abschirmung | Freie Elektronen müssen innerhalb des Gerätes gehalten werden | H: problematisch, weil Ladung an positiven oder negativen Bauteilen sich anlagern kann / muss E: es kann nur mehr oder weniger Ladung an nur negativen Bauteilen sich anlagern |
| Aufladung | Zum Start sind Ladungen ins System einzubringen und Verluste im laufenden Betrieb nachzuladen | H: problematisch, weil negative Ladung und ´positive Ladung´ anliegt E: es kann nur geringe Verluste geben in einem ´übersättigten Klima´ freier Elektronen |
| Ladungs-Ausgleich | über elektrische Verbindung | H: mit Hilfe der Rotorwelle E: normaler, stationärer Leitungsdraht, Ladung und Strom bleiben immer direkt an Leiteroberflächen |
| Ladungs-Aufnahme | Ladungs-Differenzen müssen zeitweilig existieren | H: über das ´elektrostatische Wechselfeld´, also über Luft plus freie Elektronen E: im wesentlichen nur Verschiebung der stets an Leiteroberflächen befindlichen negativen Ladung |
Zusammenfassung
Rückblickend ist der Begriff ´Elektrostatik-Stromgenerator´ unzutreffend, weil die wesentlichen Prozesse nicht elektrostatischer Natur sind, sondern Ladung in fortwährend dynamischer Weise von Platte zu Platte entlang einer festen Verbindung verschoben wird. Zutreffender würde diese Konzeption schlicht ´Elektro-Dynamo´ genannt.
Ich vermute, dass Tilley mit diesem Prinzip eines Elektro-Dynamos arbeitet. Anstelle planer Elemente (Scheiben oder Segmente) oder runder Elemente (Zylinder und Querbalken) verwendet er konische Elemente (entsprechend seines Firmen-Logos). Damit ist größere Stabilität der Elemente und leichtere Justierung des Luftspaltes zu erreichen.
Auch in obigem Artikel wird nach der wahren Quelle des ´Energie-Überschusses´ gefragt bzw. vermutet, dass er durch ´Auskopplung aus dem Umgebungsfeld oder elektrischem Potentialfeld oder Quantenätherfeld (Bearden / Oesterle)´ zustande kommt. Es muss aber nirgendwo Energie ´weggenommen´ werden, damit Nutzenergie entsteht. Es gibt keine abstrakten Felder, die ´irgendwie wechsel-wirksam´ sein könnten.
Es gibt nur Ätherbewegung z.B. in Form freier Elektronen, deren Wege durch obige Hyde-Maschine manipuliert werden. Diese Manipulation ist nicht ganz ideal, weil negative Elektronen nicht ´angezogen´ werden durch positive Ladung (sondern nur zufällig dort hin finden).
Wesentlich einfacher und effektiver werden beim Elektro-Dynamo nur negative Ladungen auf Leiteroberflächen verschoben, von einem ´Versteck´ zum andern - immer in die durch Dielektrikum abgedeckten Bereiche. Dieses Verschieben erfolgt durch universelle, ständig gegebene Ätherbewegung, welche Druck auf alle Flächen ausübt (siehe Casimir-Effekt oder auch Gravitation). Hier ebnet sie die über die Leiteroberflächen ´heraus ragenden´ Ladungen ein.
Das allein ist der Grund jeden elektrischen Stroms - der hier lediglich durch Abschirmung etwas manipuliert wird in zweckdienlicher Weise. Aber allein bei Äther mit den Eigenschaften eines realen Kontinuums (nicht wieder in Teilchen gequantelt) sind diese Effekte zwingende Notwendigkeit (wie bei allen Erscheinungen von Elektrizität augenscheinlich).
Evert / 14.04.2003
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