Alfred Evert
Implus-Maschinen

Zielsetzung
Im Kapitel Bessler-Problem gelöst wurde diskontinuierliche Drehung am Bessler-Rad festgestellt und diese Lösungsversion zur Nutzung von Gravitationskraft dargestellt. Im vorigen Kapitel Impuls-Prinzip und Centripetalpowerspider wurde die Allgemeingültigkeit dieses Bewegungsprinzips aufgezeigt und auf die universellere Trägheitskraft angewandt. Es wurden dort die Voraussetzung für die Energie-Gewinnung genannt und am Beispiel der Konzeption des Centripetalpowerspiders erläutert.

In diesem Kapitel hier sollen nur noch einige Hinweise auf konstruktive Möglichkeiten zur Nutzung dieses Effekts angesprochen werden. Die vorige Maschine läßt sich sehr kompakt bauen - wobei diese Konzeption wiederum seit Jahren im Kornkreis aufgezeichnet war. Auch per Dauermagnet läßt sich dieses impulsförmige Antreiben eines Rotorsystems bewerkstelligen. Nicht zuletzt kann Fluid auf diese Weise bewegt werden, sodaß sich eine ´Im-pulsine´ ergibt, analog Schauberger´s Re-pulsine.

Schwing-Ring-Motor
Im vorigen Kapitel wurden im letzten Bild (EV CPS 30) die prinzipielle Anordnung des Gestänges des Centripetalpowerspiders aufgezeigt, alle Teile, Bewegungsabläufe und Kraftwirkungen sind dort im Detail beschrieben. Ein Ausschnitt dieser Zeichnung ist hier in Bild EV CPS 41 links (B und C) nochmals dargestellt.

Wesentlich ist, daß dieses Hebel-Viereck im Bewegungsablauf gestreckt wird und zwar in zwei Richtungen: bei B ist der Massepunkt (MP) weit entfernt von der Systemachse (SA) und beim Hebellager (HL) ist ein spitzer Winkel zwischen beiden Armen gegeben. Bei C sind die Masse und der Rotor nahe zur Systemachse, sodaß sich beim Rotorlager (RL) ein spitzer Winkel zwischen den Hebelarmen ergibt.

Die wirksamen Massen sind im Bereich des Hebellagers (HL) bzw. im Bereich des Rotorlagers (RL) zu konzentrieren. Es spielt keine Rolle, ob diese Massen am Abtriebshebel (AH) oder am Rotor (RO) bzw. am Rotor (RO) oder am Rotorträger (RT) befestigt sind. Die Masse beim Rotorlager (RL) dreht auf konstantem Radius um die Systemachse, könnte darum theoretisch auch auf der gegenüberliegenden Seite des Rotorträgers konzentriert sein. Es muß per Simulationsprogramm ermittelt werden, welche Relationen für welchen Anwendungszweck die besten Ergebnisse liefern.

Je nach Relation der Hebellängen und dem Schwenkbereich ergeben sich unterschiedlich geformte Vierecke. In diesem Bild rechts sind die Hebellängen beispielsweise 5, 6, 7 und 8 Einheiten lang gewählt, der Schwenkbereich beträgt unverändert etwa 45 Grad (nur zur Verdeutlichung so groß gezeichnet, real sind vermutlich viel kleinere Schwenkbereiche sinnvoll, bei hohen Drehzahlen ist nur minimales Schwenken erforderlich). Auch mit diesen Hebellängen ergibt sich ein ´flaches´ Viereck (D) bzw. ein ´spitzes´ Viereck (E).

Zuletzt im Kapitel Kornkreis-Motor wurde detailiert dargestellt, daß eine solche ´Gliederkette´ auf engstem Raum angeordnet werden kann. Dazu ist erforderlich, daß ein Lager so groß dimensioniert wird, daß es das jeweils vorige Lager umschließt. Anstelle eines Gewirrs von Hebeln ergeben sich damit sehr kompakte Baukörper.

In Bild EV CPS 42 sind vorige Vierecke nochmals eingezeichnet, in etwas kleinerem Maßstab. Das Antriebslager wurde z.B. so groß gezeichnet, daß es über die Systemachse hinaus reicht. Die Distanz zwischen beiden Mittelpunkten ist die Länge des Abtriebsträgers (AT). Analog dazu wurden die anderen Hebel als kreisförmige Elemente eingezeichnet, also auch der Abtriebshebel (AH), der Rotor (RO) und der Rotorträger (RT), welcher konzentrisch zur Systemachse das ganze System umfaßt.

Die Konstellation bei D zeigt das flache Viereck, bei E ist das spitze Viereck gegeben. Trotz ´überdimensionierten´ Lager gelten hier natürlich die gleichen Kraftwirkungen wie bei obigem Gestänge. Wenn die Massen nach obigen Regeln an den Elementen konzentriert werden, wirkt diese Konstruktion vollkommen analog zum Centripetalpowerspider.

Eigentlich wollte ich nur mal sehen, welche Vierecke bei diesen zufällig gewählten Hebellängen sich ergeben. Dann schaute ich Fotos von Kornkreisbildern an und mußte das obige Bild bei D nur um etwa 180 Grad drehen, um diese Übereinstimmung zu finden.

Vielen wird das noch immer nichts sagen, andere mit CAD-Kenntnissen sollten sich daran machen, die optimalen Konstellationen zu ermitteln und diesen ´Schwing-Ring-Motor´ zu bauen. Ich will dazu nur noch einen Hinweis geben: die Hebel im ´Dreifachen Halbmond´ sind 1-2-2-2 Einheiten lang, die Sicheln dort zeigen die Konzentration wirksamer Massen an. Der Rest ist die übliche Ingenieursarbeit.

Allerdings ist der wichtige Hinweis von Georg Künstler zu beachten: diese Systeme können nicht ständig Energie liefern. Beispielsweise darf ein Generator an der Systemwelle nur ein oder zwei oder vier mal (bei hohen Drehzahlen und minimalem Schwenkbereich) je Umdrehung das System belasten. Aber gerade impuls-weises Laden von Gleichstrom in eine Batterie soll vorteilhaft sein. Die dazu erforderliche Technik ist wohl bekannt.

Schwing-Scheiben-Motor bzw.
Permanent-Magnet-Motor

Diese Konzeption ist nicht zu verwechseln mit den in der Technik bekannten Schwingscheiben. Der Begriff ´Schwing-Scheiben-Motor´ beschreibt das Wesentliche dieser Maschine, die zur Unterscheidung von anderen Konstrukten damit zutreffend bezeichnet ist. Als Impuls-Geber können Permanentmagnete eingesetzt werden, darum wäre ´Permanentmagnetmotor´ ebenso eine zutreffende Bezeichnung.

Oben wurde festgestellt, daß die beiden wirksamen Massen bei den beiden Lagern (HL und RL) konzentriert sein müssen, egal an welchem Teil befestigt. Wenn die Massen z.B. am Abtriebshebel und am Rotorträger installiert wären, dient der Rotor nur zur Einhaltung des Abstands zwischen beiden Lagern. Umgekehrt ist nun Zielsetzung, die Massen so anzuordnen, daß möglichst wenige Bauteile erforderlich sind. Zugleich soll ein kontinuierlich drehender Abtrieb erreicht werden.

In Bild EV CPS 51 sind diese Elemente schematisch dargestellt. Erforderlich ist wiederum der Rotorträger (RT), z.B. als (zwei parallele) Scheiben, die fest verbunden mit der mittigen Welle sind und um die Systemachse (SA) drehen. Auf dem Rotorträger sind Rotorlager (RL) installiert, um welche der Rotor (RO) um seine Rotorachse (RA) schwenkbar ist. Auf dem Rotor sind zwei wirksame Massen befestigt, eine Massen außen-hinten (MA, grüner Punkt, im Drehsinn hinter der Rotorachse) und eine Masse innen (MI, grauer Punkt). Der Rotor und damit diese Massen schwenken in einem bestimmten Bereich (gestrichelt gekennzeichnet) relativ zum Rotorträger. Die Winkel dieses Bewegungspielraums können technisch durch Anschläge beliebiger Bauweise festgelegt sein (hier nicht dargestellt).

Evert Schwing-Scheiben-Motor bzw. Evert Permanent-Magnet-Motor Beim Rotor links (A) befindet sich die äußere Masse (MA) in ihrer äußersten Bahnposition, unten (B) ist diese Masse weit innen, links (C) wieder außen, oben (D) ist sie nochmals nach innen gedrückt, links (A) wieder in der Ausgangsposition. Im Vergleich zum grünen, gestrichelten Kreisbogen (von C nach A) kann man erkennen, daß diese Masse sich auf einer Bahn wechslender Radien um die Systemachse bewegt, bei nahezu konstanter Winkelgeschwindigkeit.

Mit diesem Schwenken des Rotors wird zugleich die innen angeordnete Masse (MI) im Drehsinn beschleunigt und verzögert (dreht also mit wechselnder Winkelgeschwindigkeit). Sie bewegt sich dabei auf ziemlich konstantem Radius, was im Vergleich zum grauen, gestrichtelten Kreisbogen (von C nach A) ersichtlich ist.

Damit sind oben genannte Voraussetzungen hinsichtlich der Massen und ihrer Bewegungen erfüllt. Im Prinzip sind das zwei mechanische Schwingkreise, deren gegenseitiges Aufschaukeln z.B. beim Pendel-Rad diskutiert wurde. Dort erfolgten beide Schwingungen auf Bahnen wechselnder Radien, während nun das Pendeln durch Bewegungen einerseits einwärts-auswärts und andererseits vorwärts-rückwärts erfolgt. Zudem sind hier die Bewegungen aufgrund der stets radial wirkenden Fliehkraft leichter zu koordinieren.

Insofern war dieser untaugliche Modellbau des Pendel-Rads als gedankliche Vorarbeit doch wertvoll. Wie dort, so muß auch hier der Rotor nicht kreisförmig sein, sondern könnte als zweiarmiges Pendel gebaut sein (wie oben beim Rotor D skizziert). An einem dritten Arm könnte ein Permanentmagnet befestigt sein.

Dieser Magnet des Rotors (RM) ist auch beim Rotor rechts (C) eingezeichnet. Gegenüberliegend ist ein mit dem Gehäuse fest verbundener Magnet (GM) eingezeichnet, wobei gleichnamige Pole beider Magnete zueinander weisen. Rotor-Magnete müssten analog an allen Rotoren installiert sein, z.B. hier auch spiegelbildlich nochmals ein Gehäuse-Magnet.

Während der Drehung des Rotorträgers bewegen sich Rotor-Magnete am Gehäuse-Magnet entlang. Zu Beginn wird das Begegnen gleichnamiger Pole Widerstand erzeugen, dem aber am Ende der Begegnung entsprechende abstoßende Kräfte gegenüber stehen. Insofern ist dieser Prozess neutral.

Der beabsichtigte Effekt aber ist, daß schon zu Beginn der Begegnung der Rotor in seiner Drehung um die Systemachse abgebremst wird, also die Einwärts-Schwenkbewegung der äußeren Masse eingeleitet wird bzw. durch die abstoßende Wirkung gleichnamiger Pole in dieser Phase aufrecht erhalten bleibt (der Gehäusemagnet sollte nicht konzentrisch, sondern etwas nach innen verlaufen). Somit wird durch die Magnete die Rotordrehung relativ zum Rotorträger impuls-artig ausgelöst. Es wird also auch bei dieser Konzeption ´gebremst´, dabei aber keine Energie nach außen abgeführt (wie bei vorigen Konstrukten).

Hier ist vielmehr Zielsetzung, an der mittigen Welle über den Rotorträger ein ständig anliegendes Drehmoment zu erreichen (wenn viele solcher Rotoren eingesetzt werden, z.B. phasenversetzt auf diversen axialen Ebenen, d.h. diverse Rotoren jeweils zwischen zwei von mehreren Rototrägern).

Entscheidend ist auch bei dieser Konzeption die Abstimmung der Massen, die vergleichbares Verhalten hinsichtlich ihrer Trägheit aufweisen sollten. Die innere Masse muß z.B. schwerer sein also die äußere. Wesentlich ist auch der Winkel zwischen beiden Massen, der spitzer sein muß als der hier dargestellte rechte Winkel. Der Schwenkbereich der inneren Masse (MI) darf z.B. nur bis radial zur Systemachse weisen. Im übrigen wird auch der Schwenkbereich des Rotors sehr viel kleiner sein als hier zur Demonstration eingezeichnet.

Die Kraftwirkungen bei diesem System sind folgende: die Verzögerung am äußeren Rand des Rotors behindert nicht die weitere Bewegung der Massen, die weiterhin zwischen dem Rotormagnet und der Systemachse nach vorn fallen können. Die äußere Masse wird auf eine Bahn mit kleinerem Radius gedrückt, womit Drehmoment frei wird. Wie bei vorigen Konzeptionen führt dieses (über die Scheibe bzw. die Hebelarme des Rotors) zur Beschleunigung der inneren Masse.

Wenn nun aber die innere Masse so schwer dimensioniert ist, daß die dieses Drehmoment nicht komplett in Beschleunigung umzusetzen erlaubt, dann drückt die verzögerte äußere Masse über das Rotorlager auch den Rotorträger nach vorn. Das frei werdende Drehmoment wird damit aufgeteilt in die erforderliche Beschleunigung der inneren Masse, der restliche Teil liegt aber direkt als Drehmoment an der mittigen Welle an.

Dadurch wird die äußere Masse aber auf die seinem innersten Bahnpunkt entsprechende Geschwindigkeit verzögert, muß also erneut auf seine ursprüngliche Winkelgeschwindigkeit auf seinem äußeren Bahnpunkt beschleunigt werden. Dies geht nun keinesfalls zulasten der Winkelgeschwindigkeit der Rotorachse (und damit des Rotorträgers). Die Fliehkraft bewirkt vielmehr eine Streckung der Distanz zwischen Systemachse und äußerer Masse mit positivem Drehmoment (analog Beschreibungen in vorigen Kapiteln).

Evert Schwing-Scheiben-Motor ´Ruhender Pol´ im Raum ist dabei die (schwere) innere Masse, um welche herum die äußere Masse (aufgrund ihrer eigenen Zentrifugalkraft) wie der gesamte Rotor im Drehsinn nach vorn geschleudert wird. Die innere Masse wird dabei verzögert auf ihre ursprüngliche Winkelgeschwindigkeit, gibt also das zwischengespeicherte Drehmoment wieder an die äußere Masse bzw. die äußeren Teile des Rotors zurück.

Diese kleine Animation zeigt die obigen Bewegungsabläufe. Die relativen Bewegungen der beiden Massen ist aber nur schwer zu erkennen bzw. nur, wenn man einen Rotor konzentriert betrachtet. In Realität wird der Schwenkbereich sehr viel kleiner sein, d.h. nach außen hin wird man den Eindruck kontinuierlichen Drehens haben.

Mit dieser Konzeption wird also nicht die Energie des Abbremsens als nutzbarer Energie-Überschuß aus dem System genommen, sondern lediglich der dem Schleuder-Effekt entsprechende Anteil. Vorteilhaft ist dabei, daß die nutzbare Energie als Drehmoment rein mechanischer Drehungbewegung konstanter Geschwindigkeit zur Verfügung steht. Aufgrund der einfachen Bauweise (es gibt nur Gehäuse, Welle mit Rotorträger, Rotoren und die Magnete) sind auch hohe Drehzahlen zu fahren. Damit ist dieser Motor nicht nur zum Antrieb eines Elektrogenerators nutzbar, sondern vielfältig einsetzbar. Mit geeigneter Steuerung (z.B. unterschiedlichem Magnetfluß) können auch unterschiedliche Drehzahlen oder Nutzlast erreicht werden.

Viele Forscher und Bastler beschäftigen sich mit Permanentmagneten, so daß auch sehr bald Modelle zu diesem Schwing-Scheiben-Motor gebaut - und zunächst nicht laufen werden. Erst über entsprechende Optimierung werden die oben genannten Bedingungen zu erreichen sein, aber letztlich wird dieser universelle Motor in vielen Variationen laufen und eingesetzt werden.

Schwing-Scheiben-Generator
An einer interessanten Variante der vorigen Maschine kann nochmals das Bewegungsprinzip deutlich aufgezeigt werden. Diese Maschine ist Generator genannt, weil unmittelbar am Rotor elektrische Energie erzeugt wird. Analog zu vorigem Bild EV CPS 51 ist der schematische Aufbau und Ablauf in Bild EV CPS 53 dargestellt.

Um die Systemachse (SA) dreht wiederum der Rotorträger (RT) mit seinem Rotorlager (RL). Auf diesem Rotorlager ist der Rotor (RO) montiert, schwenkbar um seine Rotorachse (RA). Auf dem Rotor ist wieder eine äußere Masse (MA) und eine innere Masse (MI) befestigt. Der Rotor muß nicht in Kreisform ausgebildet sein (darum ist der Kreis nur gestrichelt markiert), ausreichend sind Hebelarme zwischen Rotorachse und den beiden Massen.

Die Massen weisen hier zueinander einen spitzen Winkel auf. Die äußere Masse weist maximal rechtwinklig zur Rotorachse nach hinten, die innere Masse weist maximal radial zur Systemachse. Die gestrichelten Linien zeigen den gewünschten Schwenkbereich an.

In der äußersten Position (bei A) wirkt die Fliehkraft beider Massen an Hebelarmen, möchte somit die Rotormassen nach außen drehen. Der Rotor kann in dieser Position also nur gehalten werden, wenn diese Drehbewegung blockiert ist. Dazu ist hier am Rotor ein nach außen weisender Hebelarm eingezeichnet, der sich an einer Blockierung des Rotorträgers (RB) abstützt.

Evert Schwing-Scheiben-Generator Diese Abstützung könnte nun zeitweilig durch eine am Gehäuse fest montierte Blockierung (GB) erfolgen, wie unten im Bild bei B dargestellt ist. Durch den Aufprall des äußeren Hebels an dieser Abstützung wird die relative Drehung des Rotor ausgelöst.

Die innere Masse wird dabei beschleunigt bzw. widersetzt sich dieser Beschleunigung (und will damit das Rotorlager zurück halten). Damit würde die äußere Masse verzögert (die sich gleichfalls dieser Verzögerung widersetzt durch Druck auf das Rotorlager). Wenn Massen und Hebelarme entsprechend aufeinander abgestimmt sind, kompensieren sich diese Wirkungen des Aufpralls.

Als Folge des Aufpralls wird die äußere Masse nach innen gedrückt (das Rotorlager erfährt entsprechenden Druck nach außen in radialer Richtung, also neutral). Wie in vorigen Systemen wird damit Drehmoment frei, das in Beschleunigung der inneren Masse überführt wird.

Sobald der äußere Hebel nicht mehr durch die Blockierung am Gehäuse (GB) zurück gehalten wird, schwingt der Rotor wieder in seine ursprüngliche Position zurück (C). Wie oben dargestellt wurde, findet dabei nur ein Austausch kinetischer Energie zwischen den Massen statt, so daß die Drehung des Rotorträgers davon nicht tangiert ist (bei entsprechender Abstimmung von Massen, Hebellängen und Winkeln).

Diese Konstruktion ist im Prinzip identisch mit der ´Doppel-Schleuder´, die auf dieser website mehrfach angesprochen wurde. Der Radius der drehenden Masse wird reduziert, dort durch ein Hindernis zwischen Systemachse und Masse, hier durch ein Hindernis außerhalb der Masse. In beiden Fällen aber sind die Drehmomente vorher/nachher nicht identisch - so lange man die Arbeit des Hindernisses nicht in die Kalkulation einbezieht. Der Beitrag des Hindernisses kann nur in kinetische Energie der Masse übergehen - oder kann aus dem System abgezogen werden.

Bei einem abrupten Aufprall geht jedoch immer Energie verloren. Darum sollte diese harte Mechanik durch einen ´weicheren´ Bremsvorgang ersetzt werden. Dazu könnte am äußeren Hebelarm des Rotors wiederum ein Magnet (RM) befestigt sein, der phasenweise (wie bei D) entlang oder durch eine im Gehäuse befestigte Spule (GS) läuft (und dabei elektrischen Fluß erzeugt).

Dieses Bild zeigt nur den schematischen Aufbau, reale Maschinen können natürlich sehr viel kompakter gebaut werden. Es sind auch viele Rotoren und mehrere Spulen auf einer axialen Ebene einsetzbar. Wenn Rotorpaare phasenversetzt arbeiten, kompensieren sich die Kräfte am Rotorträger, ergibt sich ein ruhiger Lauf - und praktisch ständige Produktion elektrischen Stroms.

Der Energie-Gewinn entsteht im ´Arbeitstakt´ durch das Zurück-Drücken von Masse gegen ihre Fliehkraft, während im ´Erholungstakt´ durch die Fliehkraft die Ausgangssituation wieder hergestellt wird. Nach diesem Grundprinzip sind Energie-Generatoren in nahezu beliebigen Varianten zu bauen.

Impulsine
Im Abschnitte ´Reale Maschinen´ wurde als erste Maschine der Don Martin Generator vorgestellt und dort die Wirkung phasenweiser Umlenkung heraus gearbeitet. In den vorigen Konzeptionen wurde dieser Impuls in Verbindung mit dem Heraus-Bremsen von Energie an günstigem Winkel durch Herein-Ziehen von Masse genutzt. Mit vorigen Magneten wurde wieder das Hinein-Stossen in Verbindung mit dem Schleuder-Effekt des Heraus-Fallens betont. Für alle diese Verfahren müßte eigentlich auch Wasser als effektive Masse geeignet sein.

So wie oben die Erkenntniss aus der Analyse des Don-Martin-Generators auf Eck-Ring-Turbinen übertragen wurden, so können hier zusätzliche Gesichtspunkte in einer ´Impulsine´ analog Schauberger´s Visionen angewandt werden.

In Bild EV CPS 61 ist schematisch ein Querschnitt durch diese Anlage dargestellt. Ein runder Zylinder dreht sich um die Systemachse (SA). Die Seitenwand des Zylinders ist so geformt, daß sich herzförmige Kammern (HK) ergeben, genauer gesagt etwa wie halbe Herz-Form (als einfache Form könnte die Wand auch nur gewellt sein, siehe obige Eck-Ring-Turbine).

Evert Impulsine Etwas von der Wand entfernt sind Elemente, welche einen Querschnitt in Form einer Tragfläche aufweisen. Dieser Rotor (RO) könnte auch nur wie ein Segel geformt bzw. lediglich in Form eines Kreisbogens ausgeführt sein. In jedem Fall sollte dieses Element etwas ein- und auswärts schwenkbar sein. Die Achsen dieser Rotoren sind in Lagern des Zylinders schwenkbar montiert.

Es ist hier ein Rotor in verschiedenen Postionen dargestellt, die dieser eine Rotor während einer Umdrehung um die Systemachse einnimmt. Wenn mehrere Rotoren im Zylinder installiert sind, sollten sich alle synchron bewegen, also alle stets gleiche Positionen einnehmen.

Der Zylinder ist teilweise gefüllt mit Wasser. Wenn das System hoch gefahren wird, wird das Wasser durch die Seitenwand bzw. die Elemente ebenfalls in Drehung versetzt. Nach einiger Zeit dreht das ganze System inklusive Wasser gleich schnell. Die Drehzahl sollte nun etwas herunter gefahren werden, so daß das Wasser im Zylinder sich vorwärts bewegt. Spätestens jetzt sollten die Rotoren etwas hin und her schwenken (gesteuert durch einen geeigneten Mechanismus, hier nicht dargestellt). Der Antrieb kann abgeschaltet werden bzw. an der Systemwelle kann nun Energie abgenommen werden, weil sich selbst-beschleunigende Effekte ergeben.

Der Rotor links bei A ist in seiner normalen Stellung dargestellt (wobei er in Richtung des gestrichelten, konzentrischen Kreises weist). Wenn der Rotor nach innen geschwenkt wird (B), drückt Wasser (das schneller vorwärts fließt als Wand und Rotor drehen) gegen die Innenseite dieser ´Tragfläche´, so daß Schub entsteht (am Rotor und über die Lager auch am Zylinder, was Beschleunigung des gesamten Systems bedeutet). Das Wasser wird dabei aber nicht entsprechend abgebremst, vielmehr mittig im Zylinder der Wasserwirbel beschleunigt.

Außerdem erfährt die Tragfläche durch die steilere Anstellung nun erhöhten Auftrieb (mit einer Teilkomponente im Drehsinn). Entlang der Rotor-Außenseite bildet sich ein Sogbereich, in den hinein Wasser beschleunigt wird (aufgrund Ordnung der ansonsten chaotischen Molekularbewegung, siehe Fluid-Technik). In diesem Bereich ist somit die Zentrifugalkraft teilweise kompensiert, das Wasser in den dortigen Herzkammern sinkt etwas ab bzw. strömt beschleunigt vorwärts (weil der Sog auf der Oberseite einer Tragfläche weit nach vorn reicht, also hier im Drehsinn zurück zu nachfolgenden Herzkammern).

Wenn anschließend der Rotor wieder in Normalstellung (C) zurück schwenkt, wird der mittige Wirbel etwas langsamer, das Wasser schwappt insgesamt wieder nach außen und außen-hoch. Die zuvor beschleunigte Vorwärts-Strömung bleibt erhalten, wenngleich das Wasser außen wieder auf die ursprüngliche Winkelgeschwindigkeit zurück fällt.

Der Rotor kann diese Auswärtsbewegung auch über die Normalstellung hinaus fortsetzen (D), also näher hin zur Seitenwand schwenken. Damit ergibt sich zwischen der Rotor-Außenfläche und der Zylinderwand eine Düse, in welcher das Wasser zusätzlich nach vorne beschleunigt wird.

Diese Herzkammern sind eine ideale Form, in welcher sich Nebenströmungen unterschiedlicher Geschwindigkeit ausbilden können. Sobald entlang der Kammern eine schnellere Strömung herrscht, entsteht in der Kammer Sog (analog zur Wasserstrahlpumpe), also Vortrieb an dieser Wand. Umgekehrt wird der Hauptstrom durch die Nebenströmungen gegen die Wand abgeschirmt, kann also reibungsfrei vorwärts fließen. Andererseits kann ein langsamer gewordener Hauptstrom durch die Nebenströmung wieder beschleunigt werden.

Die Effekte der herzförmigen Wand sind z.B. bei voriger Eck-Ring-Turbine beschrieben. Im übrigen wird auf die umfangreichen Ausarbeitungen der Fluid-Technologie in dieser website verwiesen. In Summe fließt das Wasser in diesem Zylinder relativ nach vorn und hält diese Geschwindigkeit auch selbstätig (zumindest) konstant. Die Kraft aus dem Hinein-Bremsen von Wasser am Rotor ist frei verfügbar - analog zu den vorigen Systemen.

Im Prinzip kann diese Impulsine sogar mit im Gehäuse feststehenden Leitblechen arbeiten. Anstelle der schwenkbaren Tragflächen könnten z.B. acht Leitbleche installiert sein, jeweils vier in obigen Stellungen. Der während einer Systemumdrehung oben dargestellte Bewegungsablauf des Wassers würde dann gleichzeitig an verschiedenen Positionen erfolgen (z.B. außen befände sich das Wasser an zwei gegenüberliegenden Seiten oben, dazwischen jeweils unten).

Äther-Wirbel
Diese Impulsine ist technisch nicht so vielseitig einsetzbar wie die vorigen Konstrukte. Aber im Gegensatz zu mechanischer Masse an obigen Hebeln findet in den Wassermassen ein kontinuierlich fließender Bewegungsablauf statt. Das führt zur weiteren Überlegung, daß letztlich alle Bewegung basiert auf den Bewegungen des Stoffs, aus dem alle Materie ist: Äther.

Die mechanischen Rotorsysteme oder Geräte mit rotierendem Wasser sind in diesem Sinne nur Vorläufer von Systemen, in welchen Ätherbewegung selbst als nutzbare Energie verwendet wird. Wie oben angedeutet, ist diese zweifache Art von Beschleunigungen, einwärts-auswärts wie vorwärts-rückwärts, ein Kennzeichen der Bewegung der Atomstrukturen wie des freien Äthers selbst.

Mit vorstehenden Ausführungen sind meine Untersuchungen zu mechanischen Rotorsysteme abgeschlossen und es müssen nun Techniker und Ingenieure diese Lösungsansätze konkretisieren. Ich freue mich aber darauf, mich auf die Thematik des Äthers konzentrieren zu können und ich will in den nächsten Monaten versuchen, zu einem besseren Verständnis dieses elementaren Stoffes beizutragen. Im folgenden Kapitel will ich über Konsequenzen aus der nun absehbaren Realität mechanischer Perpetuum Mobile nur noch kurze Anmerkungen machen.

Evert / 02.05.2002

Konsequenz - Reale Maschinen Perpetuum Mobile Index / Sitemap