Zielsetzung
Eine konstante und gerichtete Kraft muß überlagert werden mit einer variablen Kraft.
Zuvor wurde im Kapitel Mechanische Schwingkreise das Aufschaukeln untersucht und die entsprechende Konzeption einer Überschlag-Schaukel z.B. des Bildes EV SKM 02 entwickelt.
Hier aber leistet das Federelement bei der Rotorachse (RA) in der Aufwärtsphase Arbeit, durch welche die Masse nach innen geführt wird. Daraus ergibt sich höhere Winkelgeschwindigkeit, d.h. die Masse kommt oben mit höherer Geschwindigkeit an, als beim Start gegeben war. Wenn das Schwingen nicht beschleunigt werden kann (oder soll) steht entsprechendes Drehmoment zur freien Verfügung.
Auch Harald Chemal hatte in seinem Artikel (siehe vorige Kapitel) eine Schaukel mit Federung angesprochen, die allerdings nicht das Erfordernis der Phasenverschiebung erfüllte.
Aufgabe dieses Kapitels ist nun, eine Konstruktion zu entwerfen, welche einerseits die ungleichförmige Geschwindigkeit der Pendelschwingung in eine konstante (somit technisch brauchbare) Drehgeschwindigkeit überführt. Zum andern muß damit der Bewegungsablauf so gesteuert werden, daß die erforderliche Phasenverschiebung garantiert wird. Dazu sind diverse Getriebe denkbar, nachfolgend ist das Prinzip eines Lösungsansatzes dargestellt.
Ungleichförmige / konstante Drehgeschwindigkeit
Beide Drehbewegungen sind ineinander geschachtelt, d.h. müssen auf unterschiedlicher axialer Ebene ablaufen. Insofern zeigt dieses Bild eine Seitenansicht mit der Pendelbewegung (RT) z.B. im Vordergrund, der konstanten Drehung des Speichenrades (SR) im Hintergrund.
Beide Arten von Speichen (die des Speichenrads und der Pendelarme) müssen miteinander verbunden sein, jedoch in beweglicher Weise. Dazu ist hier ein Kreuzgelenk (KG) vorgesehen (kleine blaue Kreise). Das Kreuzgelenk ist an einer festen Position auf dem Rotorträger (RT) montiert (also von der Exzenterachse aus auf gleichbleibendem Radius). Das Kreuzgelenk ist dort in einem Lager schwenkbar angelegt, weil die beiden Speichenarten während einer Umdrehung zueinander unterschiedliche Winkel aufweisen. Zum anderen kann in diesem Kreuzgelenk die Speiche (SR) nach innen und außen gleiten (das Kreuzgelenk befindet sich also in Relation zur Systemachse auf variablem Radius).
Exzentrität / Phasenverschiebung
Die Exzenterachse ist hier gegenüber der Systemachse etwas nach rechts verlagert (etwa 20 Grad). Damit ergibt sich die höchste Geschwindigkeit des Rotorträgers erst nach der 6-Uhr-Position (hier immer Drehung gegen den Uhrzeigersinn unterstellt). Dieses Getriebe gewährleistet somit die erforderliche Phasenverschiebung.
Lager und Kreuzgelenk
Aus Gründen der Symmetrie ist hier ein Rotorträger jeweils aus zwei Armen bestehend gezeichnet. Wenn mehrere ´Pendel´ in einer Maschine installiert werden, müssen die Arm-Paare jedes Rotorträgers auf jeweils anderer axialer Ebene angelegt sein (hier ist beidseits je ein Rotorträger dargestellt, bei Bessler waren es möglicherweise sieben).
Auf den Rotorträgern sind die Kreuzgelenke (KG) schematisch dargestellt, jeweils als Verbindung zwischen beiden Armen. Links ragt die Speiche (SR) maximal weit in dieses Gelenk hinein, rechts dagegen minimal. Die Armpaare sind außen nochmals durch einen Steg miteinander verbunden. In diesem Bereich können Federelemente, Rotor und wirksame Masse installiert sein (hier nicht dargestellt).
Feder, Rotor und Masse
Am äußeren Ende des Rotorträgers ist nun der Arm des Rotor (RO) eingezeichnet, welcher mit dem Rotorträger elastisch durch ein Federelement (hier nicht dargestellt) verbunden ist. Dieses Federelement müßte unbelastet einen Winkel von z.B. 45 Grad zwischen beiden Armen bilden. Hier variiert dieser Winkel je nach Belastung (bzw. durch Anschlag begrenzt) zwischen 30 und 90 Grad. Am äußeren Ende des Rotors ist die wirksame Masse (MP) installiert.
In oberen Positionen wird die Feder nach unten gedrückt durch das Gewicht der Masse. Erst ab etwa 11 Uhr ergibt diese ein wirksames Moment zur Beschleunigung der Drehung. Ab etwa 10 Uhr weist die Resultieriende aus Gewicht und Trägheit in Richtung des Rotorarms, so daß nahe 9 Uhr die Feder sich entspannt und die Masse nach außen führt (die damit an längerem Hebelarm ein Drehmoment ergibt).
Der Winkel zwischen beiden Armen erreicht dort etwa 45 Grad, sodaß die Feder anschließend nach außen gespannt wird. Wie hier leicht zu erkennen ist, muß das System die Masse keinesfalls beschleunigen. Durch das Ausschwenken der Masse (im Drehsinn nach hinten) bewirkt die Gravitation vielmehr ein beschleunigendes Moment. Der Gegendruck der zunehmend gespannten Feder beugt die Fallkurve nach rechts bis letztlich zur Kreisbahn. Diese wird aber erst bei maximaler Geschwindigkeit und maximal gespannter Feder (bzw. per Anschlag) nahe der 5-Uhr-Position erreicht.
Danach weist die Resultierende aus Gewichtskraft und (tangential zur Kreisbahn weisender) Trägheit geringeren Betrag auf und zunehmend nach oben, so daß ab etwa 4 Uhr (bis 2 Uhr) die sich entspannende Feder die Masse nach aufwärts und einwärts schleudert. Aufgrund dieser eingebrachten Arbeit erhöht sich die Winkelgeschwindigkeit und findet das Aufschaukeln statt, ergibt sich also höhere kinetische Energie bzw. das positive Drehmoment dieses Systems.
Dieses Getriebe ergibt also den gewünschten Bahnverlauf der Masse, gewährleistet die erforderliche Phasenverschiebung des Inputs von Energie (die zuvor gewonnen wurde in Form von Materialspannung) und transformiert die ungleichförmige Geschwindigkeit in brauchbare, konstante Drehung am Abtrieb.
Federung in radiale Richtung
Die Masse bewegt sich also innerhalb dieses Rings radial zur Exzenterachse. Die Federelemente sind hier nur in einer Position dargestellt auf dem Abschnitt, in welchem die Masse sich auf ihrer äußersten Bahn bewegt. Die äußere Feder ist dort maximal zusammen gedrückt, die innere maximal gedehnt.
Auch bei einem frei schwingenden Pendel kann die Masse durch eine radial wirkende Feder geführt werden. Wie Chmela in obigem Kapitel ausführte, ergibt sich dabei eine U-förmige Bahn. Solange diese aber keine Phasenverschiebung aufweist, kann sich kein Aufschaukeln ergeben. Auch hier wird eine nur radial wirkende Federung eingesetzt, aber das Getriebe mit seiner zur Systemachse seitlich versetzten Exzenterachse erzeugt die erforderliche Phasenverschiebung.
Im Gegensatz zum einfachen Pendel ergibt sich bei diesem rundum drehenden System auch im oberen Bereich ein positiver Effekt durch die Federung. Oben ist die Geschwindigkeit gering, d.h. die Federn werden dort vorwiegend durch Gewichtskraft nach innen gespannt. Sobald die resultierende Kraft weiter nach außen weist, wird die Masse auf einen längeren Hebelarm befördert (aufgrund der zuvor gewonnenen Energie der Federspannung). In das Abwärts-Fallen hinein wird das System nicht gebremst, wohl aber kann das Gewicht damit an längerem Hebelarm positives Drehmoment bewirken.
Bewegungsablauf
Eingesetzt sind hier sieben wirksame Massen, wie ein Viewer der Remote Viewing Sitzungen berichtete. Es dürfte interessant sein, nun nochmals die obigen Protokolle mit den Vorgängen hier zu vergleichen.
Natürlich könnte Bessler auch andere als die obigen Federelemente an der Rotorachse oder die vorigen Schraubenfedern eingesetzt haben, irgendwelche Blatt- oder Spiralfedern, so daß sich ein noch verwirrenderes Bild ergäbe. Zudem hatte Bessler alle Teile der mittig angeordneten Steuerungsfunktionen im umfassenden Rad versteckt, war z.B. das exzentrische Lager der Pendelbewegungen durch ein internes Gewicht in dieser seitlichen Lage zu halten. Bessler hat nachweislich auch mit unterschiedlichen Versionen experimentiert. Die hier beschriebenen Konzeptionen waren vermutlich darunter - weil sie obige Prinzipien eines funktionsfähigen, rein mechanischen Perpetuum Mobile in eindeutiger Weise erfüllen.
Mitarbeit
Im nachfolgenden Kapitel werden weitere Varianten dargestellt, auch zum Einsatz als Rotorsystem, eventuell auch als neue Interpretation der Kornkreisbilder. Diese Konzeptionen hier verdeutlichen jedoch das Bessler-Prinzip in offensichtlicher Weise, so daß sie auch realisiert werden sollten. Darüber hinaus werden aufgrund der Intensivierung dieses Themas der Gravitations- und Trägheits-Maschinen im morphischen Feld des Äthers eine Vielzahl anderer Maschinen in absehbarer Zeit entwickelt und realisiert werden.
Evert / 10.08.2001
Im vorigen Kapitel Schleuder und Doppel-Schleuder wurden aus Vorarbeiten und den Erkenntnissen der letzten Wochen die essentiellen Voraussetzungen und Effekte mechanischer Perpetuum Mobile heraus gearbeitet und als Prinzip formuliert.
Bessler - Prinzip:
Die lotrecht wirkende Gravitation ist zu überlagern durch die Fliehkraft einer Masse an einem sich ungleichförmig bewegenden Pendel - oder die radial wirkende Fliehkraft eines Rotor-Träger-Systems ist zu überlagern durch die Fliehkraft einer Masse auf einem Rotor.
Die Massen müssen an variabel langen Radien geführt werden, um asymmetrische Bahnen und Resultierende zu erreichen.
Das ist zu erreichen durch Federn, Gelenke oder elastische Elemente unterschiedlicher Art. Nur damit ist nach außen wirksame und nutzbare Energie gegeben.
Die überdurchschnittlichen Kräfte müssen zwischengespeichert und phasenversetzt wieder ins System eingebracht werden.
Die im Drehsinn unproduktive Fliehkraft aus Phasen höchster Geschwindigkeit wird überführt in Materialspannung in den elastischen Elementen, um später im Drehsinn des Gesamtsystems wirken zu können.
Bei jedem Pendel wird in der Abschwungphase potentielle Energie der Lage umgewandelt in kinetische Energie, die während der Aufschwungphase ´verbraucht´ wird bzw. wieder die ursprüngliche potentielle Energie der Lage ergibt (Reibungsfreiheit unterstellt).
In Bild EV SKM 20 ist obiger Pendelarm als Rotorträger (RT) eingezeichnet in verschiedenen Positionen (diverse blaue Linien). Am äußeren Ende der Rotorträger sind Federelement, Rotor und wirksame Masse zu installieren (welche hier nicht eingezeichnet sind). Ein Rotorträger durchläuft je Zeiteinheit unterschiedliche Winkel. Die Rotorträger sind stets radial zu einer Achse ausgerichtet, welche hier Exzenterachse (EA) genannt wird.
Um die Systemachse (SA) ist drehbar ein Rad installiert (gestrichelter schwarzer Kreis), das im wesentlichen aus Speichen (SR) besteht (schwarze Linien). Dieses Rad dreht mit konstanter Geschwindigkeit, so daß an seiner Welle der brauchbare Abtrieb gegeben ist (deren Achse ist darum hier als Systemachse bezeichnet).
Der Abstand zwischen Systemachse und Exzenterachse wird hier Exzentrität genannt. Durch die Relation von Exzentrität und Radius des Kreuzgelenks (zur Exzenterachse) wird die unterschiedliche Winkelgeschwindigkeit des Rotorträgers bestimmt (analog zu einem frei schwingenden Pendel).
In Bild EV SKM 21 ist schematisch dargestellt, wie beide ´ungleiche Räder´ technisch ineinander angelegt sein können. Oben ist ein Querschnitt auf einen Rotorträger dargestellt und darunter ein Längsschitt. Die Linie System- / Exzenterachse ist horizontal gezeichnet, es ist also ein diagonaler Schnitt durch obiges Bild dargestellt.
Die Welle auf der Systemachse (SA) muß im Gehäuse (GE) gelagert sein. Das Lager des Rotorträgers (RT) ist ebenso Teil des Gehäuses. Es wurde hier so groß angelegt, daß es das Lager der Systemachse umfaßt. Der Rotorträger ist als Ring um dieses große Lager angelegt, so daß der Arm des Rotorträgers drehbar um die Exzenterachse ist.
In Bild EV SKM 22 ist dieses Getriebe eingesetzt und dargestellt, welcher Bewegungsablauf sich damit ergibt bei obiger Konzeption der Überschlag-Schaukel. Das Rad um die Systemachse (SA) ist hier nicht mehr komplett eingezeichnet, sondern davon nur noch eine Speiche (SR) als Verbindung zum Kreuzgelenk (KG). Um die Exzenterachse (EA) ist der Ring des Lagers eingezeichnet sowie der Rotorträger (RT) in den unterschiedlichen Positionen, die sich bei konstanter Drehung des Speichenrads ergeben.
Wie immer wird hier Drehung gegen den Uhrzeigersinn unterstellt. Die Position der Masse wird in ihrer (Uhrzeiger-) Richtung relativ zur Systemachse angesprochen. Der gestrichelte Kreis zeigt zum Vergleich den durchschnittlichen Abstand der Masse zur Systemachse. Die grünen Massepunkte zeigen die tatsächlich erreichten Abstände, von Punkt zu Punkt ist die je Zeiteinheit zurückgelegte Strecke, also die aktuelle Geschwindigkeit zu erkennen.
In Bild EV SKM 23 ist obiges Getriebe nochmals dargestellt. Eingezeichnet ist die Systemachse (SA) und lediglich eine Speiche (SR) als Verbindung zum Kreuzgelenk (KG). Bei Bessler war um die Systemachse das große Rad ausgeführt, hier durch den schwarzen Kreis markiert. Die schwarzen Punkte außen kennzeichnen die gleichförmige Drehung anhand von 21 Positionen, entsprechend zur Drehung des mittigen Speichenrads.
Im Gegensatz zu vorigen Konzeption sind hier am äußeren Ende der Rotorträger (RT) nun keine Rotorarme mehr angebracht. Die wirksame Masse (MP) kann vielmehr auf den Rotorträgern aus- und einwärts gleiten. Sie wird innen und außen durch Federelemente (FE) geführt. Der innere und äußere Anschlag der Federn sind hier als gestrichelte blaue Kreise um die Exzenterachse (EA) markiert.
Die nebenstehende Animation ist reduziert auf die wesentlichen Elemente, so daß der Bewegungsablauf erkennbar wird. Zu beobachten sind die unterschiedlichen Winkelgeschwindigkeiten sowie variierende Radien der wirksamen Masse in Relation zur Systemachse, während das äußere Rad (entsprechend zum Speichenrad innen) konstant dreht.
Noch einmal will ich darum zur Mitarbeit durch technische Ausarbeitungen, Modellbau und Simulationsprogramme aufrufen. Denn es ist klar: auch wenn eine Maschine den gestellten Anforderungen entspricht, läuft sie erst bei exakter Abstimmung aller erforderlichen Faktoren (siehe Berichte der Viewer).
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