Würth - Schwung - Systeme

Würth AG

In 1998 bestand einige Monate lang eine intensive Zusammenarbeit mit Felix Würth, der seit vielen Jahren mit Schwungscheiben-Systemen experimentiert. Dabei entstanden einige Schriften und Zeichnung, welche hier als pdf-Dateien bzw. zum Download verfügbar sind.

In 1998 wurden hier auch Vorschläge zweckdienlicher Projekte hierzu angeregt, wobei dort auch einige Zeichnungen dargestellt sind. Einige dieser Vorschläge wurden zwischenzeitlich im Rahmen der Würth-AG (siehe Externe Links, Würth-AG) realisiert, meine wesentliche Verbesserungsvorschläge wurden aber nicht angegangen.

Exzentrische Massen und asymmetrische Bahnen

Schon sehr früh konnte Felix Würth durch relativ einfache Versuche darstellen, daß für den Antrieb von Rotor-Systemen weniger Energie erforderlich ist als beim Abbremsen wieder zurück gewonnen werden kann.

Diese Systeme lassen sich sehr leicht andrehen, wesentlich leichter als ein System gleicher Masse, welche jedoch starr mit der Systemachse verbunden ist. Beim Abbremsen dagegen ergibt sich erheblicher Widerstand. Schon bei einfachsten Systemen ergab z.B. die Blockierung der Rotoren nach der Beschleunigungsphase einen Energieüberschuß beim Abbremsen.

Eine entsprechende Maschine wurde im übrigen bereits 1972 von Otto Stein gebaut und in seiner Schrift ´die zukunft der technik´ (vergriffen) detailiert beschrieben inklusive Berechnungen. Der Bau von Rotoren inklusive mitdrehender Generatoren war allerdings sehr aufwendig, sodaß diese Maschine nicht autonom lief.

Felix Würth erzielte bessere Ergebnisse, wenn anstelle von runden Rotorscheiben exzentrische Massen eingesetzt werden. Und die Effekte sind deutlicher, wenn anstelle symmetrischer Bahnen die Massen auf irgendwelchen ´schwingenden´ Kurven geführt werden.

In meinen Schriften habe ich diverse Vorschläge gemacht, wie exzentrische Massen einzusetzen, wie An- und Abtrieb dieser Maschinen zu organisieren sind. Entscheidend für meine Vorstellungen war, daß die Symmetrie der Bahnen gebrochen werden muß (weil sich sonst alle Kräfte nahezu aufheben).

Die beste Konzeption aus dieser Zeit erscheint mir noch immer dieser Exzenter mit Noppengetriebe. Dort werden extrem exzentrische Massen eingesetzt, wird der Schleuder-Effekt genutzt (siehe unten) und ein Getriebe unterschiedlich großer Radien inklusive einer Noppe erzeugt extrem asymmetrische Bahnen. Leider war dieser Lösungsvorschlag noch niemand eine Verifizierung wert - eine Unterlassungssünde!

´Zeitlich asymmetrische´ Bahnen

Felix Würth arbeitet bislang im Start-Stop-Betrieb: System anfahren und abbremsen, Input von Energie und Output von mehr Energie, elektronisch nachgewiesen (während meine Vorstellungen immer dahin gingen, sofort einen kontinuierlichen Prozess anzustreben, weil dieses Start-Stop letztlich nicht optimal sein kann).

Die Bahnverläufe der Würth-Maschinen sind durch unterschiedliche Getriebe festgelegt, bilden jedoch im Raum stets symmetrische Erscheinungen. Bevorzugt arbeitet Felix Würth heute mit Systemen, bei welchen Rotorträger (fest mit der Systemachse sich drehender Teil, auf welchem Rotoren drehbar gelagert sind) und Rotoren gleichsinnig drehen, die Rotoren jedoch langsamer, also etwas rückdrehend sind.

Auf irgendwie gekrümmten Bahnen werden damit Massen im Prinzip von innen nach außen geführt und auf analogen Bahnen wieder zurück nach innen geholt. Im Prinzip sind damit alle Kraftwirkungen ausgeglichen.

Das Beschleunigen bzw. Verzögern hat jedoch einen entscheidenden Effekt: die Phasen des Hinaus-Schwingens wie des Herein-Holens werden jeweils unterschiedlich lang (in zeitlicher Hinsicht, nicht in rämlicher). Bei jeder Umdrehung sind das nur minimale Zeitdifferenzen, welchen aber durch die fortwährende Wiederholung entscheidende Bedeutung zukommt.

Obwohl also die Bahnen der Massen im Raume symmetrisch sind, werden sie von den Massen unterschiedlich schnell durchlaufen. Damit sind auch die Kräfteverhältnisse nicht mehr symmetrisch. Diese wesentliche Ursache des Energieüberschusses ist auf separater Seite im Detail dargestellt.

Schleuder-Effekt

Dr. Habbel hat schon seit einigen Jahren darauf hingewiesen, daß die ´Davids-Schleuder´ besondere Eigenschaften aufweist, die ihm mit bekannter Mechanik nicht erklärbar schienen. Er hat diverse Institute und Physiker um Aufklärung gebeten, ohne befriedigende Ergebnisse. Er bat auch Felix Würth um Antwort zu seinen Fragen, dann auch mich. Mit unzulänglichen Kenntnissen habe ich versucht, den Schleuder-Effekt mir verständlich zu machen.

In der Tat scheint mir das ein ganz entscheidendes Moment zur Erklärung der Würthschen Phänomene zu sein (wie der Konstrukte basierend auf der Analyse des Kornkreises): durch das Hinaus-Schleudern eines frei schwingenden Pendels ´addieren´ sich Zugkraft und Trägheitskraft zu einer Bewegung von wesentlich grösserer kinetischer Energie, was im Artikel Addition der Kräfte detailiert dargestellt ist.

Dieser Energie-Zuwachs kann mittels obiger Start-Stop-Technik genutzt werden. Durch entsprechende Umgestaltung des gesamten Getriebes wird jedoch dieser Energie-Überschuß auch in einem kontinuierlichen Prozess nutzbar sein.

Die wesentlichen Elemente eines solchen Getriebes sind wohl im Kornkreis vorgezeichnet, dort kombiniert mit weiteren entscheidenden Faktoren.


Kornkreis

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