Quint - Essenz

Das Tröstliche an dieser Theorie ist, daß sich das Universum weiter bewegen wird (wie bislang), egal welche (falschen) Vorstellungen wir uns davon machen. Für die technischen Belange werden auch weiterhin die bekannten Formeln ausreichend sein, egal wie pauschal sie sind oder wie falsch ihr theoretischer Ansatz ist. Die Materie wird uns wie gewohnt erscheinen und physikalische Kräfte werden wirken wie bislang. Insofern ändert diese Theorie eines Äther-Kontinuums rein gar nichts.

Das Schmerzliche an dieser Theorie für die meisten wird sein, daß es nichts mehr zum Festhalten gibt, weil alles nur noch im Fluß ist. Es wird noch weit schwieriger sein, stimmige Formeln für diese unendlich komplexen, in sich geschachtelten, spiraligen Bewegungen zu ermitteln. Nicht einmal das Fallen eines Apfels vom Baum ist mehr sauber rechenbar. Darüber hinaus müssten praktisch alle wesentlichen physikalischen Begriffe neu definiert werden.

Beänstigend ist die Vorstellung, daß sogar wir nur noch Bewegungsstruktur sind und bei (zu) schneller Bewegung ´unserem´ Körper davon rennen, ständig aus anderem Ätherbereich uns bilden. Aber selbst wenn wir uns ruhig verhalten, werden wir beeinträchtigt durch ´schmutzige´ Äther-Umgebung aus über-hastigen Bewegungen unserer üblichen Technik.

Befriedigend allerdings ist diese Vorstellung vom allumfassendem Äther, daß damit alles mit allem verbunden ist und das nicht ´irgendwie´ sondern höchst konkret. Diese Verbindung ist zwischen allen physikalischen Erscheinungen gegeben, aber genauso kann dieser Äther das Medium von mentalen und spirituellen Inhalten sein.

Unakzeptabel wird für viele Physiker diese spezielle Eigenschaft der Unteilbarkeit des Äthers sein. So etwas ist ´undenkbar´, weil alles zumindest gequantelt ist und Materie aus einzelnen Atomen aufgebaut ist (nach geltender Lehre). Aber kann es jemals etwas vollkommen Separiertes geben? Wird in den Kernforschungszentren jemals ein (vollkommen eigenständiges, also hart erscheindendes) Teilchen gefunden werden?

Weniger gewagt erscheint im Vergleich dazu die Hypothese, daß man wohl zwei materielle Körper voneinander trennen, aber niemals aus ihrem gemeinsamen Äther-Umfeld entnehmen kann. Ist es so gewagt zu behaupten, daß alles nur aus dem Einen besteht? Was kann Materie letztlich anderes sein als Bewegung? Und wie viele unterschiedliche Substanzen sollen dafür verfügbar sein?

Unbeantwortet ist bei allem Gequanteltem die Kernfrage, was in den Lücken zwischen den Teilen (nicht) stattfinden soll. Unbeantwortet ist bislang auch die andere Kernfrage, wer warum welche Teile wie zusammen halten soll (im Atom wie in der Galaxis). Wenn es nur eine einzige Substanz gibt (und somit kein Vergleich von Substanz-Eigenschaften möglich ist), warum sollte diese nicht die Eigenschaft der Unteilbarkeit aufweisen? Dann sind diese Kernfragen beantwortet, ohne irgend welche Anziehnungs- oder gewaltige Andruckskräfte zu erfordern.

Naiverweise habe ich diesen (von Physikern geprägten) Begriff eines ´Kontinuum´ aufgegriffen und versucht, die Konsequenzen aus seiner wort-wörtlichen Bedeutung mit meinen laienhaften Möglichkeiten ersthaft zu bedenken. Vielleicht nimmt jemand diese Anregungen auf und führt die Überlegungen zuende. Es ergäben sich daraus hinsichtlich der Nutzung z.B. der elektromagnetischen Kräfte mit Sicherheit neue Aspekte und wirkungsvolle Maschinen.

Viel weitreichender aber sind die Konsequenzen einer solchen Weltsicht, wie beispielsweise Rolf Böttner aufzeigt. In dem von ihm entwickelten ´Universal-Prinzip´ steht nicht der Äther im Vordergrund, wohl aber weist er ebenso auf die essentielle Bedeutung von ´Ausgleichsfeldern´ hin. Er hat die Konsequenzen dieses ´Zusammenhängens´ vom Atom bis zur Galaxis dargestellt und ebenso auf die ´belebte´ Seite dieses Universums bezogen (siehe Externe Links). Es ist zu wünschen, daß viele in diese Richtung zu denken wagen.


Evert / 25.04.2001

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