evert rotor tech Alfred Evert
Energie aus Fliehkraft
Konstruktionszeichnung im Kornfeld

Prof. Evert befaßte sich intensiv mit den Rotorsystemen von Felix Würth, suchte nach Erklärungen der aufgezeigten Phänomene und brachte zahlreiche Verbesserungsvorschläge ein. Andrerseits glaubte er in einem Kornkreisbild ein ideales Rotorsystem erkennen zu sollen. Nach Abschluß aufwendiger Analysen stellte er nun einen ´Trägheits-Motor´ im Internet dar.

Als eine potentielle Quelle ´freier´ Energie wird vielfach die Trägheits- bzw. Fliehkraft genannt. Im NET-Journal 5/2000 wurde z.B. die ´Doppelschleuder´ von Dr. Pavel Imris angesprochen, bei welcher der Energieerhaltungssatz in Frage gestellt wird.

Doppelschleuder
Dabei dreht eine Masse (MP) an langem Radius (R1) um eine Systemachse (SA). Dann wird ein Hindernis (H) eingebracht und zugleich ein Gelenk im Rotorarm frei gegeben, so daß die Masse um einen kurzen Radius (R2) rotiert.

Es ergeben sich Fragen hinsichtlich Drehmoment bzw. kinetischer Energie, welche Kraft das Hindernis erfährt oder gar ins System einbringt. Dieses Beispiel zeigt Ansatzpunkte auf, andere Effekte basieren auf Versuchen von Felix Würth oder der bei Naudin dokumentierten Vortriebs-Systeme (Inertial Propulsion).

Kriterien zur Fliehkraftnutzung
Nach meinen Überlegungen kann Trägheitskraft nutzbar gemacht werden unter diesen Bedingungen:

1. muß ein Antrieb die Bewegung von Masse sicher stellen, damit Fliehkraft überhaupt existent wird.

2. muß exzentrische Masse eingesetzt werden und diese muß beschleunigt und verzögert werden, damit asymmetrische Kraftwirkungen auftreten und somit eine wirksame Resultierende entstehen kann.

3. muß der Fliehkraft phasenweise Gelegenheit gegeben werden, sich in Bewegung zu äußern, damit aus radial wirkender Fliehkraft und tangentialer Beschleunigungskraft eine höhere Geschwindigkeit über Grund resultieren kann.

4. wird durch zentrifugale Fliehkraft die Masse auf einen größeren Radius gefördert, so daß höhere kinetische Energie an längerem Hebelarm verfügbar wird.

5. muß die zentripedale Hubarbeit durch ein vom Antrieb unabhängiges Element auf ´passive´ Weise geleistet werden (z.B. mittels Keil), so daß außer dem radialen Hub eine tangentiale Schubkomponente resultiert (welche den nutzbaren Abtrieb darstellt).

Prinzipieller Bewegungsablauf
Die Masse ist somit auf unterschiedlichen Radien zu bewegen. Dazu kann z.B. in einem um die Systemachse drehbaren Zylinder (ZY) eine kreisrunde Aussparung exzentrisch zur Systemachse angelegt sein. Wenn die Masse entlang dieser exzentrischen Wandung (EW) bewegt wird, bewegt sie sich über Grund auf schleifenförmiger Bahn, d.h. auf aus- und eindrehender Spiralbahn. Obwohl die Masse durch einen Rotorträger (RT, Bestandteil des Antriebs) mit gleichbleibender Drehzahl geführt wird, bewegt sie sich über Grund mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit.

In EVGM 06 ist der äußere Radius (R2) zur Geraden abgewickelt. Die exzentrische Wandung (EW) stellt sich dann wellenförmig dar. Die Masse weist am innersten Bahnpunkt eine Grundgeschwindigkeit (G) auf, wird über dem Abhang (durch den Rotorträger) beschleunigt (B) und die Fliehkraft (F) führt die Masse auf den äußeren Radius. Als Resultierende (hier die Diagonale, real die ausdrehende Spiralbahn) ergibt sich höhere kinetische Energie (KE). Die Masse ´schwebt´ dabei entlang des Abhangs.

Die Masse prallt mit dieser Energie auf den folgenden Gegenhang. Dieser ´Keil´ leistet zentripedale Hubarbeit. In Relation zum Rotorträger ist die Masse zu schnell an jeweils kürzerem Radius. Die Masse wird verzögert (V) auf die ursprüngliche Geschwindigkeit. Die Masse bewirkt damit eine Schubkraft auf den Rotorträger (zumindest entsprechend der zuvor erforderlichen Beschleunigungskraft).

Asymmetrie der Kräfte
Die Kraftwirkungen auf die exzentrische Wandung sind asymmetrisch. An der einwärts gekrümmten Hälfte ist stets ein höherer Andruck gegeben. Die tangentiale Komponente stellt eine Schubkraft (S, vermutlich entsprechend der zuvor gewonnenen kinetischen Energie) dar, welche den Zylinder mit-drehen läßt (vermutlich ein Zehntel der Antriebsdrehzahl). Diese Kraft steht als Abtrieb zur Verfügung. Diese Kraft resultiert allein aus Fliehkraft, steigt also mit steigender Drehzahl.

Der Abtrieb ist keinesfalls direkt abhängig vom Antrieb. Der Antrieb garantiert nur die Existenz von Fliehkräften, wobei die Aufrechterhaltung dieser Massebewegung theoretisch keine Kraft erfordert (nur Reibung ist zu überwinden). Fliehkraft ist insofern kostenlos und steht in beliebigem Umfang zur Verfügung. Diese ´Scheinkraft´ wird nach diesen Prinzipien als reale Kraft nutzbar.

Einfache Versuche
Die obigen Kriterien lassen sich durch mehrere Konzeptionen realisieren. Auf einfache Art ist dieses Getriebe z.B. in Form einer Schwenkhebelmaschine (EVGM 21) zu realisieren:

Um die Systemachse (SA) ist als Antrieb drehbar ein Rotorträger (RT), an dessen Ende ein schwenkbarer Hebel (SH) gelagert ist. An dessen Ende ist mittels eines Rotorlagers (RL) die exzentrische Masse in Sichelform (ES) beweglich gelagert. Diese gleitet entlang der exzentrischen Wandung (EW), welche Bestandteil des Zylinders (ZY) ist.

Am Zylinder wird der Abtrieb abgenommen. Es ist leicht zu erkennen, wie die Masse beschleunigt und verzögert wird und durch diese ´Schleuderbewegung´ ein Drehmoment auf den Zylinder gegeben ist.

Bei der Exzenter-Schwung-Maschine (EVGM 22) ist mittig praktisch eine Kurbelwelle (RT). Ein exzentrischer Ring (R) gleicht durch schwingende Bewegung Hubbewegungen aus, wobei alle Masseteile des Rings nur um einen kleinen Radius rotieren. Die wirksame Masse ist in Sichelform (S) angelegt. Ihre Kraftwirkung auf die exzentrische Wandung entspricht obigem.

Mehrgliedrige Pendel
Das Prinzip dieser Maschinen kann auch als System mehrgliedriger Pendel oder Hebel verstanden werden (EVSB 21). Um die Systemachse (SA) ist der Rotorträger (RT) das antreibende Element. Die exzentrische Masse (MP) wird an langem Hebel auswärts (aber auch wieder einwärts) geschleudert. Die Masse ist ein zweites mal durch einen Exzenterträger (ET) geführt, welcher um die Exzenterachse (EA) drehbar ist. Der Abtrieb ergibt sich durch Drehung der Exzenter- um die Systemachse.

Der Effekt ist auch vergleichbar mit einer Peitsche (als mehrgliedriges Pendel), welche innerhalb der exzentrischen Wandung ausschwingen kann und dabei hohe kinetische Energie aufbaut. Dann wird die Peitsche durch einen ´Engpaß´ geführt und gibt dabei Drehmoment auf den Antrieb zurück wie auch auf den Abtrieb an der exzentrischen Wandung.

Die technische Raffinesse dieser Maschinen besteht nun darin, daß alle Lager (RE, RA, SA, EA) ineinander gestülpt sind. Vorige Pendel inklusive Lager sind dann reduziert zu exzentrischen Ringen, einige sogar zur Sichelform.

Kornkreis - Motor
Die dem Kornkreisbild ´Dreifacher Halbmond´ (East Meon, Juli 1995) vollkommen entsprechende Trägheits-Maschine (EVGM 37) weist mittig die Systemwelle (SW) mit der Kurbelwelle (KW) auf und außen den Zylinder (ZY) mit der exzentrischen Wandung (EW). Dazwischen sind hier zwei exzentrische Ringe (R1 und R2) und zwei Sicheln (S1 und S2) angelegt.

In dieser Maschine laufen sehr komplexe Bewegungen ab. Alle Elemente bewegen sich, im Prinzip innen schneller als außen, aber auch relativ vor- und rückdrehend.

Je zwei benachbarte Elemente bilden z.B. ein Hubgetriebe (eine Pleuelstange, bei welcher beide Lager ineinander geschachtelt sind), verbunden mit relativem Vor- und Zurückdrehen. Jedes äußere Element stellt praktisch eine exzentrische Wandung für jeweils innere Elemente dar.

Die vorderen und hinteren Teile der Massen bewegen sich in unterschiedliche Richtung und unterschiedlich schnell. Es kommt zu Bewegungen ähnlich der des Bumerangs, wo Rotation in Translation (hier im Drehsinn) umgesetzt wird. Es kommt zu Schleuder-Effekten auswärts, aber auch einwärts aufgrund von Hebelwirkung.

Die Freiheitsgrade erlauben jedem Teil, sich z.B. auf der idealen ´Schleuder- Kurve´ nach außen zu bewegen. Sie können außen so lang verbleiben, bis an langem Hebel die kinetische Energie abgebaut ist. Zu obigen Asymmetrien kommen damit auch asymmetrische Bahnverläufe.

Die Trägheit der inneren Elemente stellt praktisch den Antrieb für äußere dar, mit von innen nach außen verstärkender Wirkung.

Unmöglich oder ideal
Dieser Motor stellt wirklich eine ´unglaubliche´ Konstruktion dar: ein runder Zylinder massiven Metalls, lediglich durch kreisförmige Gleitflächen in diverse Elemente unterteilt. Etwa ein Drittel der Masse erfüllt die Funktion eines Schwungrads. Etwa ein Drittel wirkt als exzentrische Masse in obigem Sinne.

Alles kann sich in allem drehen. Bei mehreren Modulen auf einer Achse ist die Maschine vollkommen ausgewuchtet, sind also extrem hohe Drehzahlen fahrbar. Und zudem soll dieser Motor Energie-Überschuß abgeben.

Bei J.C. Naudin ist over-unit bei vergleichbaren Effekten nachgewiesen. Felix Würth erreicht over-unit bei vielen Versuchen (allerdings nur im Start/Stop- Betrieb).

Wenn Energie durch Fliehkraft kontinuierlich nutzbar sein soll, dann mittels der hier angesprochenen Prinzipien, dann stellt diese Kornkreis-Maschine das Ideal dar.

Homepage und Schrift
In meiner homepage wurden diese Analysen und Schlußfolgerungen detailliert dargestellt. In vielen Stufen wurden diverse Konzeptionen entwickelt, bis letztlich alle im Kornkreis vorgezeichneten Elemente integriert waren.

Mit diesen Darstellungen sind meine Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeschöpft. Ich hoffe sehr, daß dieser kurze Überblick für Theoretiker wie Praktiker interessant genug erscheint, um ihre Fachkenntnis in diese Problematik einzubringen.

In www.evert.de sind die Kapitel dieser Rotor-Technik auch als download von 1.3 MB vorbereitet. Hier biete ich nun Ausdrucke (s/w) dieser Darstellungen an, 115 Seiten mit rund 80 Zeichnungen (bei Bedarf lege ich die download-Datei als Diskette bei). Bitte bestellen Sie nur per einfachem Brief und beigelegtem Schein (DM 50 oder SFR 40 oder ÖS 350) an Prof. Evert, Wilhelm-Kopf-Strasse 40, D 71672 Marbach.

Evert/27.04.2000

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