Prof. Evert befaßte sich intensiv mit den Rotorsystemen von Felix Würth, suchte
nach Erklärungen der aufgezeigten Phänomene und brachte zahlreiche
Verbesserungsvorschläge ein. Andrerseits glaubte er in einem Kornkreisbild ein
ideales Rotorsystem erkennen zu sollen. Nach Abschluß aufwendiger Analysen
stellte er nun einen ´Trägheits-Motor´ im Internet dar.
Als eine potentielle Quelle ´freier´ Energie wird vielfach die Trägheits- bzw.
Fliehkraft genannt. Im NET-Journal 5/2000 wurde z.B. die ´Doppelschleuder´ von
Dr. Pavel Imris angesprochen, bei welcher der Energieerhaltungssatz in Frage
gestellt wird.
Doppelschleuder
Es ergeben sich Fragen hinsichtlich Drehmoment bzw. kinetischer Energie, welche
Kraft das Hindernis erfährt oder gar ins System einbringt. Dieses Beispiel zeigt
Ansatzpunkte auf, andere Effekte basieren auf Versuchen von Felix Würth oder der
bei Naudin dokumentierten Vortriebs-Systeme (Inertial Propulsion).
Kriterien zur Fliehkraftnutzung
1. muß ein Antrieb die Bewegung von Masse sicher stellen, damit Fliehkraft
überhaupt existent wird.
2. muß exzentrische Masse eingesetzt werden und diese muß beschleunigt und
verzögert werden, damit asymmetrische Kraftwirkungen auftreten und somit eine
wirksame Resultierende entstehen kann.
3. muß der Fliehkraft phasenweise Gelegenheit gegeben werden, sich in Bewegung
zu äußern, damit aus radial wirkender Fliehkraft und tangentialer
Beschleunigungskraft eine höhere Geschwindigkeit über Grund resultieren kann.
4. wird durch zentrifugale Fliehkraft die Masse auf einen größeren Radius
gefördert, so daß höhere kinetische Energie an längerem Hebelarm verfügbar wird.
5. muß die zentripedale Hubarbeit durch ein vom Antrieb unabhängiges Element auf
´passive´ Weise geleistet werden (z.B. mittels Keil), so daß außer dem radialen
Hub eine tangentiale Schubkomponente resultiert (welche den nutzbaren Abtrieb
darstellt).
Prinzipieller Bewegungsablauf
Die Masse prallt mit dieser Energie auf den folgenden Gegenhang. Dieser ´Keil´
leistet zentripedale Hubarbeit. In Relation zum Rotorträger ist die Masse zu
schnell an jeweils kürzerem Radius. Die Masse wird verzögert (V) auf die
ursprüngliche Geschwindigkeit. Die Masse bewirkt damit eine Schubkraft auf
den Rotorträger (zumindest entsprechend der zuvor erforderlichen
Beschleunigungskraft).
Asymmetrie der Kräfte
Der Abtrieb ist keinesfalls direkt abhängig vom Antrieb. Der Antrieb garantiert
nur die Existenz von Fliehkräften, wobei die Aufrechterhaltung dieser
Massebewegung theoretisch keine Kraft erfordert (nur Reibung ist zu überwinden).
Fliehkraft ist insofern kostenlos und steht in beliebigem Umfang zur Verfügung.
Diese ´Scheinkraft´ wird nach diesen Prinzipien als reale Kraft nutzbar.
Einfache Versuche
Um die Systemachse (SA) ist als Antrieb drehbar ein Rotorträger (RT), an dessen
Ende ein schwenkbarer Hebel (SH) gelagert ist. An dessen Ende ist mittels eines
Rotorlagers (RL) die exzentrische Masse in Sichelform (ES) beweglich gelagert.
Diese gleitet entlang der exzentrischen Wandung (EW), welche Bestandteil des
Zylinders (ZY) ist.
Am Zylinder wird der Abtrieb abgenommen. Es ist leicht zu erkennen, wie die
Masse beschleunigt und verzögert wird und durch diese ´Schleuderbewegung´ ein
Drehmoment auf den Zylinder gegeben ist.
Bei der Exzenter-Schwung-Maschine (EVGM 22) ist mittig praktisch eine
Kurbelwelle (RT). Ein exzentrischer Ring (R) gleicht durch schwingende Bewegung
Hubbewegungen aus, wobei alle Masseteile des Rings nur um einen kleinen Radius
rotieren. Die wirksame Masse ist in Sichelform (S) angelegt. Ihre Kraftwirkung
auf die exzentrische Wandung entspricht obigem.
Mehrgliedrige Pendel
Die technische Raffinesse dieser Maschinen besteht nun darin, daß alle Lager (RE, RA, SA, EA) ineinander gestülpt sind. Vorige Pendel inklusive Lager sind dann reduziert zu exzentrischen Ringen, einige sogar zur Sichelform.
Kornkreis - Motor
In dieser Maschine laufen sehr komplexe Bewegungen ab. Alle Elemente bewegen
sich, im Prinzip innen schneller als außen, aber auch relativ vor- und
rückdrehend.
Je zwei benachbarte Elemente bilden z.B. ein Hubgetriebe (eine Pleuelstange, bei
welcher beide Lager ineinander geschachtelt sind), verbunden mit relativem Vor-
und Zurückdrehen. Jedes äußere Element stellt praktisch eine exzentrische
Wandung für jeweils innere Elemente dar.
Die vorderen und hinteren Teile der Massen bewegen sich in unterschiedliche
Richtung und unterschiedlich schnell. Es kommt zu Bewegungen ähnlich der des
Bumerangs, wo Rotation in Translation (hier im Drehsinn) umgesetzt wird. Es
kommt zu Schleuder-Effekten auswärts, aber auch einwärts aufgrund von
Hebelwirkung.
Die Freiheitsgrade erlauben jedem Teil, sich z.B. auf der idealen ´Schleuder-
Kurve´ nach außen zu bewegen. Sie können außen so lang verbleiben, bis an langem
Hebel die kinetische Energie abgebaut ist. Zu obigen Asymmetrien kommen damit
auch asymmetrische Bahnverläufe.
Die Trägheit der inneren Elemente stellt praktisch den Antrieb für äußere dar,
mit von innen nach außen verstärkender Wirkung.
Unmöglich oder ideal
Alles kann sich in allem drehen. Bei mehreren Modulen auf einer Achse ist die
Maschine vollkommen ausgewuchtet, sind also extrem hohe Drehzahlen fahrbar. Und
zudem soll dieser Motor Energie-Überschuß abgeben.
Bei J.C. Naudin ist over-unit bei vergleichbaren Effekten nachgewiesen. Felix
Würth erreicht over-unit bei vielen Versuchen (allerdings nur im Start/Stop-
Betrieb).
Wenn Energie durch Fliehkraft kontinuierlich nutzbar sein soll, dann mittels der
hier angesprochenen Prinzipien, dann stellt diese Kornkreis-Maschine das Ideal
dar.
Homepage und Schrift
Mit diesen Darstellungen sind meine Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeschöpft. Ich
hoffe sehr, daß dieser kurze Überblick für Theoretiker wie Praktiker interessant
genug erscheint, um ihre Fachkenntnis in diese Problematik einzubringen.
In www.evert.de sind die Kapitel dieser Rotor-Technik auch als download von 1.3
MB vorbereitet. Hier biete ich nun Ausdrucke (s/w) dieser Darstellungen an, 115
Seiten mit rund 80 Zeichnungen (bei Bedarf lege ich die download-Datei als
Diskette bei). Bitte bestellen Sie nur per einfachem Brief und beigelegtem
Schein (DM 50 oder SFR 40 oder ÖS 350) an Prof. Evert, Wilhelm-Kopf-Strasse 40,
D 71672 Marbach.
Evert/27.04.2000
Dabei dreht eine Masse (MP) an langem Radius (R1) um eine Systemachse (SA). Dann
wird ein Hindernis (H) eingebracht und zugleich ein Gelenk im Rotorarm frei
gegeben, so daß die Masse um einen kurzen Radius (R2) rotiert.
Nach meinen Überlegungen kann Trägheitskraft nutzbar gemacht werden unter diesen
Bedingungen:
Die Masse ist somit auf unterschiedlichen Radien zu bewegen. Dazu kann z.B. in
einem um die Systemachse drehbaren Zylinder (ZY) eine kreisrunde Aussparung
exzentrisch zur Systemachse angelegt sein. Wenn die Masse entlang dieser
exzentrischen Wandung (EW) bewegt wird, bewegt sie sich über Grund auf
schleifenförmiger Bahn, d.h. auf aus- und eindrehender Spiralbahn. Obwohl die
Masse durch einen Rotorträger (RT, Bestandteil des Antriebs) mit
gleichbleibender Drehzahl geführt wird, bewegt sie sich über Grund mit sehr
unterschiedlicher Geschwindigkeit.
In EVGM 06 ist der äußere Radius (R2) zur Geraden abgewickelt. Die exzentrische
Wandung (EW) stellt sich dann wellenförmig dar. Die Masse weist am innersten
Bahnpunkt eine Grundgeschwindigkeit (G) auf, wird über dem Abhang (durch den
Rotorträger) beschleunigt (B) und die Fliehkraft (F) führt die Masse auf den
äußeren Radius. Als Resultierende (hier die Diagonale, real die ausdrehende
Spiralbahn) ergibt sich höhere kinetische Energie (KE). Die Masse ´schwebt´
dabei entlang des Abhangs.
Die Kraftwirkungen auf die exzentrische Wandung sind asymmetrisch. An der
einwärts gekrümmten Hälfte ist stets ein höherer Andruck gegeben. Die
tangentiale Komponente stellt eine Schubkraft (S, vermutlich entsprechend der
zuvor gewonnenen kinetischen Energie) dar, welche den Zylinder mit-drehen läßt
(vermutlich ein Zehntel der Antriebsdrehzahl). Diese Kraft steht als Abtrieb zur
Verfügung. Diese Kraft resultiert allein aus Fliehkraft, steigt also mit
steigender Drehzahl.
Die obigen Kriterien lassen sich durch mehrere Konzeptionen realisieren. Auf
einfache Art ist dieses Getriebe z.B. in Form einer Schwenkhebelmaschine (EVGM
21) zu realisieren:
Das Prinzip dieser Maschinen kann auch als System mehrgliedriger Pendel oder Hebel verstanden werden (EVSB 21). Um die Systemachse (SA) ist der Rotorträger (RT) das antreibende Element. Die exzentrische Masse (MP) wird an langem Hebel auswärts (aber auch wieder einwärts) geschleudert. Die Masse ist ein zweites mal durch einen Exzenterträger (ET) geführt, welcher um die Exzenterachse (EA) drehbar ist. Der Abtrieb ergibt sich durch Drehung der Exzenter- um die Systemachse.
Der Effekt ist auch vergleichbar mit einer Peitsche (als mehrgliedriges Pendel), welche innerhalb der exzentrischen Wandung ausschwingen kann und dabei hohe kinetische Energie aufbaut. Dann wird die Peitsche durch einen ´Engpaß´ geführt und gibt dabei Drehmoment auf den Antrieb zurück wie auch auf den Abtrieb an der exzentrischen Wandung.
Die dem Kornkreisbild ´Dreifacher Halbmond´ (East Meon, Juli 1995) vollkommen
entsprechende Trägheits-Maschine (EVGM 37) weist mittig die Systemwelle (SW) mit der Kurbelwelle (KW) auf und außen den Zylinder (ZY) mit der exzentrischen Wandung (EW). Dazwischen sind hier zwei exzentrische Ringe (R1 und R2) und zwei Sicheln (S1 und S2) angelegt.
Dieser Motor stellt wirklich eine ´unglaubliche´ Konstruktion dar: ein runder
Zylinder massiven Metalls, lediglich durch kreisförmige Gleitflächen in diverse
Elemente unterteilt. Etwa ein Drittel der Masse erfüllt die Funktion eines
Schwungrads. Etwa ein Drittel wirkt als exzentrische Masse in obigem Sinne.
In meiner homepage wurden diese Analysen und Schlußfolgerungen detailliert
dargestellt. In vielen Stufen wurden diverse Konzeptionen entwickelt, bis
letztlich alle im Kornkreis vorgezeichneten Elemente integriert waren.