Drei Scheiben
Exzenterträgerscheibe
Hier ist dieser Exzenterträger links im Querschnitt dargestellt. Diese ´Mondsichel´ kann auf einer Seite eine Scheibe mit einer Bohrung (gestrichelter Kreis) aufweisen. Im Längschnitt rechts ist skizziert, wie diese Bohrung in der Exzenterscheibe als Lager dienen kann, drehbar um die Welle des Exzenterlagers (EL) und damit um die Exzenterachse.
Rotorscheibe
Analog zum Exzenterträger ist an einer Seite des Rotorrades eine Scheibe montiert mit einer mittigen Bohrung, um Platz zu schaffen für die mittige Exzenterwelle. Während einer Drehung des Rotorrades um den Rotorexzenterpunkt wandert die Rotorachse um die Exzenterachse (EA).
Rotorträgerscheibe
Um innen Raum zu lassen ist das Rotorlager hier mit Rotorträgern in Form eines Kreisrings verbunden. Diese Rotorträger werden sinnvollerweise außen durch einen Zylinder (ZY) mit einander verbunden sein.
Die Mitte des Rotorlagers ist die Rotorachse, welche während der Drehung konzentrisch um die Systemachse (SA) dreht.
Geschachtelte Scheiben
Rechts außen ist beispielsweise der Rotorträgerzylinder mittels einer Scheibe und Bohrung auf der Systemachse (SA) drehbar gelagert. Diese feststehende Welle ist dann verjüngt zum Exzenterlager (EL) um die Exzenterachse (EA). Die Exzentrität weist hier also von der Systemachse aus nach unten.
Eingezeichnet sind hier zwei Module: links befindet sich die Masse des Rotorrades (RR) im inneren Totpunkt, rechts dagegen auf ihrem äußersten Bahnpunkt.
Die Bauteile weisen hier teilweise nur dünne Wandungen auf und die Lager sind hier nur einseitig ausgeführt. Allerdings befindet sich das Rotorrad stets zwischen Teilen des Rotor- und des Exzenterträgers. Hier ist beispielsweise die mittige Bohrung in der Rotorscheibe so gewählt, daß sie stets gegenüber zum Masseschwerkpunkt am Exzenterlager anliegt. Auf diese Weise wird man auch bei geringen Abmessungen einen stabilen Bewegungsablauf erreichen.
Ausgleichsmasse
Umgekehrt zeigt der Exzenterträger hier Masseanhäufung gegenüber dem Rotorlager, also auch gegenüber der Masse des Rotorrades im äußeren Bahnpunkt. Das ist sehr vorteilhaft hinsichtlich der Auswuchtung der Maschine.
Die Exzenterträger müssen durch den Rotorträger beschleunigt werden bis zum Scheitelpunkt der Apfelbahn, danach verzögert sich die Drehung des Exzenterträgers. Die hohe kinetische Energie der Rotormasse wie auch (gegenüberliegend) der Exzenterträgermasse wirkt dieser Verzögerung entgegen. Damit wird der Rotorträger (über das Rotorrad) und damit die Systemdrehung beschleunigt. Insofern ist diese ´Ausgleichsmasse´ des Exzenterträgers in zweifacher Weise sinnvoll.
Die mittige, feststehende Welle ist ´gekröpft´. In diesem Übergangsbereich kann ein Rotorträger (RT) auf der Systemachse gelagert werden. Es ist mittig in dieser Maschine genügend Raum gegeben für eine stabile feststehende Welle, sodaß auch mehr als diese vier Module eine Baugruppe bilden könnten.
Es ist gut zu erkennen, welch hohen Anteil nun die wirksame Masse ausmacht, wie wenig Volumen ´ungenutzt´ ist.
Ergebnis
Allerdings ist noch immer das Bild des Kornkreises nicht komplett gegeben. Dort müssen also noch weitere Funktionen integriert sein. Aber diese Maschine zeigt schon ähnliche Muster. Es können also nur noch wenige gedankliche Schritte zu gehen sein, um dieses Idealbild zu realisieren.
Evert / 06.01.2000
Aus den obigen Überlegungen ergaben sich im Prinzip drei Bauteile:
der Rotor- sowie der Exzenterträger und das Rotorrad (plus mittige Gehäusewelle und Gehäuse etc.).
Bei voriger Dreifach-Kurbel wurde erkannt, daß dieses Rotorrad auch größer angelegt sein kann, bis nahe zur mittigen Lagerung des Exzenterträgers.
Nun soll versucht werden, diese Gesichtspunkt auszuweiten, möglichst alle Lager ineinander zu schachteln. Zielsetzung ist eine Lösung ähnlich den dreifach geschachtelten Halbmonden des Kornkreisbildes.
Es liegt also nahe, das Rotorrad über die Exzenterachse hinaus auszudehnen. Der Exzenterträger (ET) muß also eine möglichst große Kreisfläche als Lager für das Rotorrad aufweisen. Die Mitte dieses Lagers ist der Rotorexzenter (RE), die Mitte des Exzenterträgers ist die Exzenterachse (EA).
In die freie Kreisfläche des Exzenterträgers ist die Scheibe des Rotorrades (RR) eingepaßt.
Die Mitte des Rotorrades stellt der Rotorexzenterpunkt (RE) dar. Im Rotorrad muß wiederum exzentrisch eine Kreisfläche frei bleiben zur Aufnahme des Rotorlagers, dessen Mitte durch die Rotorachse (RA) gebildet wird. Die verbleibende Mondsichel weist exzentrisch die wirksame Masse auf, hier markiert durch den Masseschwerpunkt (MP).
In die freie Kreisfläche des Rotorrades ist das Rotorlager (RL) eingepaßt, welches fest verbunden ist mit dem Rotorträger (RT). Da die Masse des Rotorträgers unwirksam ist, sollte er so wenig Masse als möglich aufweisen. Das Rotorlager ist darum als hohle Welle gezeichnet.
In Bild EVDS 02 unten sind nun diese Bauteile in einander geschachtelt als Querschnitt dargestellt. Oben rechts ist der entsprechende Längsschnitt dargestellt.
Die Drehung des Exzenterträgers ist nicht gleichförmig. Wenn die Masse des Exzenterträgers exzentrisch angeordnet ist, ergibt das hohe Fliehkräfte. Darum wurde bei obiger Vortriebsmaschine vorgeschlagen, den Exzenterträger außen massig zu bauen.
Kompakte Baugruppen
In EVDS 03 ist obiger Längschnitt nochmals dargestellt, links angefügt sind zwei weitere Module. Deren Exzentrität ist um 180 Grad versetzt (gegenüber den beiden rechten Modulen), ihre Exzenterachse (EA) liegt hier also oberhalb der (durchgängigen) Systemachse (SA). Wiederum befindet sich ein Masseschwerpunkt der Rotorräder (RR) ganz innen, der andere ganz außen auf seiner Bahn.
Mit dieser Drei-Scheiben-Maschinen wurde die Zielsetzung erreicht: alle Lager sind nun in einander geschachtelt.
Damit ist eine außerordentlich kompakte Einheit entwickelt. Wenn es wahr ist, daß per Schleudern ein Stein mit mehr Energie zu werfen ist als mit starrem Hebelarm, dann wird diese Maschine wahrlich Energie liefern.